Kunst kann heilen!

KOLUMNE von Christian Kaiser:

Jeder Musiker, jeder Maler, und jeder Schauspieler weiß, dass Kunst heilen kann! Sogar Sport ist Kunst, denn Artist heißt ja in der englischen Sprache Künstler. Und meiner Meinung nach ist guter Journalismus auch Kunst. Doch gerade die Mainstream-Presse zeichnet ein negativ verzehrtes Bild von Menschen mit seelischen Erkrankungen.

Menschen mit seelischen Problemen haben oft verborgene Talente, aber durch die Pillen werden sie antriebslos. Doch sie müssen sie halt oft nehmen, und viele mögen das aufgrund der Nebenwirkungen nicht. Das ist problematisch, deshalb finde ich, dass gerade in meiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern mehr die Ansicht: „So viel wie nötig und so wenig wie möglich“, vertreten und gelebt werden sollte. Teilweise leidet man sogar darunter, dass die künstlerischen Fähigkeiten teilweise verschwinden, doch in den Therapien, in den Kliniken, Tagesstätten, Werkstätten und Selbsthilfegruppen lernt man das wieder und es entstehen tolle Werke.

Im Musikvideo vom Musiker Johann, der bei uns Mad Artists mitmacht, geht es um Psychopharmaka:

Ich glaube an meine Freunde von den Mad Artists, denn wir können alle die Welt verändern! Dazu müssen wir nur mehr tun als reden, wir müssen handeln! Und ich bin stolz auf die #FridaysForFuture – Bewegung und zähle mich sogar dazu. Deshalb möchte ich zusammen mit den Mad Artists die Bewegung unterstützen. Dieses Doku-Video wurde am 24. Mai 2019 gedreht, als die Europawahlen vor der Tür standen:

Außerdem möchte ich, zusammen mit den Mad Artists bei #ArtistsForFuture mitwirken. Doch besonders diese Bewegungen wie auch z.B. die Linken sollten auch den Spirituellen zuhören und sie nicht auslachen! Wie auch bei der Occupy-Bewegung in Berlin am 15 Oktober 2011, bei der auch ich mitmachte, den Film drehte ich und durfte auch die Szenen eines anderen Filmemachers verwenden:

Die politische Arbeit ist mir wichtig, denn ich bin ein Linker, ein Grüner und ein Christ! Und selbst Christen glauben manchmal nicht an Wunder. Doch es gibt sie! Ich empfehle jedem den tollen Film: Die Prophezeihungen von Celestine, da gehts genau darum, dazu habe ich dieses Musikvideo geschnitten, die Musik stammt von MAGIX:

Hier kurze Mad Artists -Trickfilme, als kleinen Einblick in unsere Animations-Arbeiten, auch dort geht es im Grunde um Wunder:

Wir alle können dafür sorgen, dass die Welt zu einem besseren Ort wird! Und das durch Kunst, die heilen kann, unzwar wenn sie auf positive Art für eine bessere Zukunft eintritt. Meiner Meinung nach darf es keine Gewaltverherrlichung mehr geben! Aber das ist eine andere Geschichte, für ein andern Mal…

Also werdet selbst kreativ!

Euer Chr!s!

Übers Kiffen…

Es war der Sommer 1998 und ich war gerade 16 Jahre alt geworden. Meine damalige erste große Liebe hatte mich erobert und ich war voll des Glücks. In diesem zarten Alter hatte ich alles erreicht, was ich mir ersehnt und gewünscht hatte und alles lag noch vor mir.

Obwohl mir die Zeit mit Chris wichtiger war als die Schule und meine Leistungen darunter litten, sah ich noch keine Probleme auf mich zukommen. Vielleicht verdrängte ich diese auch. Das Glück war groß und reichte allemal aus um kleinere Sorgen zu vergessen. Der Himmel war strahlend blau und wolkenlos für uns. Er zeigte mir Rockmusik aus den 60ern und 80ern, brachte mir erste Akkorde auf der E-Gitarre bei, wir hatten viel Spaß.
Eines Tages bot er mir einen Joint an. Irgendwie war ich skeptisch, hatte ich doch von den negativen Auswirkungen und schrecklichen Geschichten gehört. Ich wusste schon, dass es gefährlich ist so etwas anzufangen. Seine Schwärmereien darüber und Beteuerungen es täte gut, räumten meine Zweifel aus und ich probierte es.
Ich zog 3 mal an der Tüte und plötzlich spürte ich die Wirkung.
Alles veränderte sich. Mir wurde komisch und in meinem Kopf entstand ein großes Durcheinander. Er redete auf mich ein, doch nach 2 Stunden ging es mir immer noch nicht besser. Ich war in ein tiefes Loch gefallen. Endlich bekam ich Limo zu trinken, weil der darin enthaltene Zucker den Wirkstoff THC neutralisieren sollte. Langsam klang der Horrortrip ab und ich beruhigte mich, fand wieder zu mir.
Trotz der schlimmen Erfahrungen kiffte ich weiter. Ich konnte nicht einsehen, dass es mir nicht gut tat.
Irgendwie glaubte ich durch das Kiffen etwas zu finden, oder auf etwas zu kommen. Was es genau war, was ich suchte… das weiß ich nicht. Irgendwas muss es geben, glaubte ich. Ich konnte nicht aufhören und brachte das schlechte Gefühl nicht mit dem Kiffen in Verbindung.
Nach 2 Jahren trennten Chris und ich uns und ich hörte auf. Wieder 2 Jahre später wachte ich eines morgens auf und alles war anders.
Meine Wahrnehmung, alles fühlte sich seltsam fremd an.
Dies war der Moment des Beginns meiner Psychose. Doch das ist eine andere Geschichte.

Dies ist ein Erfahrungsbericht über Canabisrauchen und soll aufklären. Im Jahr 2006 hatte ich vom Kiffen eine Psychose. Ich versuche meine negativen Erfahrungen dadurch nicht zu bereuen, sondern das beste aus meinem Leben zu machen.

Zeichnungen und Text: Claudia