Demo der BuntWesten in Schwerin

>>Die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ hatte am Wochenende zu einer bundesweiten Demonstration in verschiedenen Landeshauptstädten aufgerufen. Dabei wollen die „Aufsteher“ – im Gegensatz zum Vorbild Frankreich – konsequent gewaltfrei bleiben.<< Quelle: YouTube-Channel MV1 – Mein Land. Mein Sender Und diese bunten Proteste bleiben friedlich, auch wenn mit 120 Menschen es doch eine überschaubare Anzahl war. Die Startzeit der Demo war 5 vor 12, was durchaus symbolisch zu verstehen war. „Wir sind viele! Wir sind vielfältig! Wir stehen auf!“ Das ist das Motte. Es waren Aufsteher aus Rostock, Neubrandenburg, Stralsund und Parchim dabei. Jede Ortsgruppe hatte die eigenen Themen mitgebracht. Es sind noch keine Massen, aber später Tropfen hüllt den Stein. >In zahlreichen Städten haben heute die „Buntwesten“ demonstriert – nach dem Vorbild der französischen Gelbwesten. Ihre Themen seien vielfältig, sagte Initiator Ottopeter Flettner im Dlf – sie reichten von sozialer Gerechtigkeit bis zur Rüstungspolitik. „Wir sind mit bestimmten Umständen in unserem Land…

Zukunft der psychiatrischen Versorgung

EX-IN und die Zukunft des Gesundheitswesens In der deutschen Psychiatrie-Landschaft gab es lange Zeit keine Einbeziehung Psychiatrie-Erfahrener. Mit EX-IN ändert sich das nun. In diesem Artikel sollen die Chancen aber auch die Herausforderungen für Mitarbeiter in der Sozialpsychiatrie dargestellt werden. Die EX-IN-Ausbildung Die EX-IN-Ausbildung schließen die Teilnehmer auch hier in M-V mit dem Zertifikat: Experten durch Erfahrung in der Gesundheitsversorgung, ab. Sie beschäftigen sich damit, wie ihre Krise ausgelöst wurde, wie sie sie erlebten und was sie von innen und außen unterstützt hat herauszukommen. Also sie erlernen das Leben mit allen Einschränkungen zu leben. Die Teilnehmer erfahren auf diesem Weg, dass sich nichts ändern kann ohne, dass sie nicht selbst etwas dafür tun. In der Ausbildung erlernen sie diese Erfahrung einzusetzen um andere Betroffene zu unterstützen. Herausforderung in der Zusammenarbeit: Gerade zu Beginn ist die Rolle des Genesungsbegleiters ungewohnt und es können Irritationen und Unsicherheiten im Unternehmen auftreten. Es gibt…

Die Vergangenheit und Gegenwart der Psychiatrie

Hallo, ich bin Christian Kaiser und hatte leider schon einige persönliche Erfahrungen mit der Psychiatrie. Kein medizinisches Fachgebiet ist so vielen Irrtümern erlegen wie dieses. Die „Aktion T4“ zählt für mich zu den größten und schrecklichsten Fehlern, ja Verbrechen! Aber die Eugenik existiert schon viel länger und wurde bereits seit 1883 angewandt. Im Nationalismus wurden Menschen mit seelischen Krankheiten, geistig und körperlich behinderte Menschen dann sterilisiert, verhungern gelassen und vergast oder anders hingerichtet. Die Nationalsozialistische Rassenhygiene diente zur Rechtfertigung von Massenmorden an als „lebensunwert“ definierten Menschen und zu grausamen Menschenversuchen in verschiedenen Konzentrationslagern. Heute ist all das Vergangenheit. Aber an vielen Vorurteilen gegenüber Menschen mit seelischen Problemen hat sich nicht viel geändert und das liegt zum Teil daran, dass sie früher einfach weggesperrt wurden. Verweildauer in „Irrenanstalten“ waren damals oft mehrere Jahre bis lebenslang. Heute ist die Durchschnittsverweildauer in Nervenklinken acht Wochen. Menschen mit psychischen Problemen leiden sehr unter den…

MUSIK: Kuun – Durch die Augen der andern

KUUN: Unsere Welt ist im Ungleichgewicht. Die einzigen Ziele unserer westlichen Gesellschaft sind Wirtschaftswachstum und Gewinnmaximierung. Der Tod von Menschen und Tieren wird dafür billigend in Kauf genommen. Anstatt die Güter gleichberechtigt auf alle Menschen zu verteilen, bereichern sich die einen immer mehr, während die anderen Leid ertragen müssen bis sie im Tod Erlösung finden. Und alleine in unserem Land geht die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Der Kapitalismus macht uns alle zu egozentrischen Wesen, die nur nach materiellen Gütern streben und sich ständig gegenseitig übertrumpfen wollen. Auf diese Weise findet die Menschheit auf diesem Planeten nur ihren Tod.   Nichtsdestotrotz mag ich uns Menschen…und ich fände es echt schrecklich, wenn wir das nicht irgendwann hinbekommen könnten. Wir müssen uns alle unter einem Banner vereinen und in einem sozialen System fernab vom Kapitalismus nach Wegen suchen, die das Überleben unserer Spezies sichern. YouTube: Kuun – Durch die Augen der Andern 

Die Zeit nach 2012

Liebe Leser, Wir schreiben das Jahr 2018. Die Welt ist 2012 nicht untergegangen und auch nicht später. Die Untergangpropheten hatten unrecht. Anders als vermutet kamen diese Propheten nicht aus den Reihen der Indigenen. Die Maya hatten gar nicht vorhergesagt, dass 2012 die Welt untergeht, sondern es waren größtenteils Amerikaner und Europäer, die sich ausrechneten, damit viel Geld machen zu können. Wovor uns die echten Ureinwohner, wie die Hopi, die Maya, die Indianer Nordamerikas, die Inuit, die Naturvölker Afrikas und die Aborigines, aber vermehrt in den letzten Jahren gewarnt hatten war, dass, wenn wir als Industrieländer mit der Ausbeutung der Natur und anderer Menschen so weitermachen würden, weiter Kriege führen und uns gegenseitig abschlachtend, wir dann unser aller Todesurteil unterschreiben würden. Wir müssten also umdenken, also mehr, so wie es die Ureinwohner schon heute tun, uns als Teil der Natur sehen, die Natur als Mutter annehmen. Jeden anderen Menschen, jedes andere…

Ereignisse in Chemnitz erschütternd, doch wenig überraschend

Angriffe auf Menschen mit Migrationshintergrund sind Alltag in Ostdeutschland Die derzeitigen Ereignisse in Chemnitz sind insbesondere für die in Ostdeutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund besorgniserregend. Sie offenbaren, wie gut organisiert und mobilisierungsfähig die rechte Szene seit langem ist und machen deutlich, wie wenig ihnen Polizei, staatliche Behörden und nicht zuletzt auch Politiker*innen entgegensetzen können und wollen. Denn obwohl die Strukturen und das daraus hervorgehende Gefahrenpotential rechter und rechtsextremer Gruppierungen in Ostdeutschland, und leider besonders konzentriert in Sachsen, seit nunmehr fast 30 Jahren bekannt sind, wurde das Problem immer wieder kleingeredet und nur halbherzig angegangen. In Freital, Heidenau, Clausnitz oder Bautzen gab es in den vergangenen zwei Jahren ähnliche Vorfälle der Jagd auf Menschen mit Migrationshintergrund, ohne dass dies wirkliche Konsequenzen nach sich gezogen hätte. Nun wird auch in einer großen Stadt unverhohlen Gewalt gegen diese Menschen ausgeübt. „Angriffe auf Menschen mit Migrationshintergrund sind in Ostdeutschland leider schon lange schrecklich alltäglich“,…