Charlie Chaplins Rede an die Menschheit

Charlie Chaplins Rede in dem Film DER GROSSE DIKTATOR ist so aktuell wie damals! In dem Song DAFÜR LASST UNS STREITEN wird er in wunderschöner Musik vertont:

Hier die Übersetzung der Rede aus dem Englischen:

>>Es tut mir leid, aber ich will kein Kaiser sein. Das ist nicht meine Sache. Ich möchte niemanden beherrschen und niemanden bezwingen. Es ist mein Wunsch, einem jeden zu helfen – wenn es möglich ist – sei er Jude oder Nichtjude, Weißer oder Schwarzer. Wir alle haben den Wunsch, einander zu helfen. Das liegt in der Natur des Menschen. Wir wollen vom Glück des Nächsten leben – nicht von seinem Elend. Wir wollen nicht hassen und uns nicht gegenseitig verachten. In dieser Welt gibt es Raum für alle, und die gute Erde ist reich und vermag einem jeden von uns das Notwendige zu geben.

Wir könnten frei und anmutig durchs Leben gehen, doch wir haben den Weg verloren. Die Gier hat die Seelen der Menschen vergiftet – sie hat die Welt mit einer Mauer aus Hass umgeben – hat uns im Stechschritt in Elend und Blutvergießen marschieren lassen. Wir haben die Möglichkeit entwickelt, uns mit hoher Geschwindigkeit fortzubewegen, doch wir haben uns selbst eingesperrt. Die Maschinen, die uns im Überfluss geben sollten, haben uns in Not gebracht. Unser Wissen hat uns zynisch, die Schärfe unseres Verstandes hat uns kalt und lieblos gemacht. Wir denken zuviel und fühlen zu wenig. Dringender als der Technik bedürfen wir der Menschlichkeit. Güte und Sanftmut sind wichtiger für uns als Intelligenz. Mit dem Verlust dieser Eigenschaften wird das Leben immer gewalttätiger, und alles wird verloren sein.

Das Flugzeug und das Radio haben uns näher gebracht. Das innerste Wesen dieser Dinge ruft nach den guten Eigenschaften im Menschen – ruft nach weltweiter Brüderlichkeit – fordert uns auf, uns zu vereinigen. In diesem Augenblick erreicht meine Stimme Millionen Menschen in der ganzen Welt – Millionen verzweifelter Männer, Frauen und kleiner Kinder –, die die Opfer sind eines Systems, das Menschen dazu bringt, Unschuldige zu quälen und in Gefängnisse zu werfen. Denen, die mich hören können, rufe ich zu: Verzweifelt nicht! Das Elend, das über uns gekommen ist, ist nichts als Gier, die vorübergeht, die Bitterkeit von Menschen, die den Fortschritt der Menschheit fürchten. Der Hass der Menschen wird aufhören, Diktatoren werden sterben, und die Macht, die sie dem Volk genommen haben, wird dem Volk zurückgegeben werden. Solange Menschen sterben, kann die Freiheit niemals untergehen.

Soldaten! Unterwerft euch nicht diesen Gewalttätern, die euch verachten und versklaven, die euer Leben in starre Regeln zwingen und euch befehlen, was ihr tun, was ihr denken und was ihr fühlen sollt! Sie drillen euch, sie päppeln euch auf und behandeln euch wie Vieh, um euch schließlich als Kanonenfutter zu verbrauchen. Unterwerft euch nicht diesen Unmenschen – Maschinenmenschen mit Maschinengehirnen, Maschinenherzen. Ihr seid keine Maschinen! Ihr seid Menschen! In euren Herzen lebt die Liebe zur Menschheit! Hasst nicht. Nur der Unglückliche kann hassen – der Ungeliebte, der Pervertierte!

Soldaten! Kämpft nicht für die Sklaverei! Kämpft für die Freiheit! Im siebzehnten Kapitel des Lukas-Evangeliums steht geschrieben, das Reich Gottes sei im Menschen – nicht in einem Menschen oder in einer besonderen Gruppe von Menschen, sondern in allen! In euch! Ihr, das Volk, habt die Macht – die Macht, Maschinen zu erschaffen. Die Macht, Glück hervorzubringen. Ihr, das Volk, habt die Macht, das Leben frei und schön zu gestalten – aus diesem Leben ein wundersames Abenteuer werden zu lassen. Lasst uns also – im Namen der Demokratie – diese Macht anwenden – vereinigt euch! Lasst uns kämpfen für eine neue Welt, für eine gesittete Welt, in der jedermann die Möglichkeit hat zu arbeiten, die der Jugend eine Zukunft und die dem Alter Sicherheit zu geben vermag.

Die Gewalttäter sind zur Macht gekommen, weil sie euch diese Dinge versprochen haben. Doch sie lügen! Sie halten ihre Versprechungen nicht. Sie werden das nie tun! Diktatoren befreien sich selbst, aber sie versklaven das Volk. Lasst uns nun dafür kämpfen, die Welt zu befreien – die nationalen Schranken niederzureißen – die Gier, den Hass und die Intoleranz beiseite zu werfen. Lasst uns kämpfen für eine Welt der Vernunft – eine Welt, in der Wissenschaft und Fortschritt zu unser aller Glück führen sollen. Soldaten, im Namen der Demokratie, lasst uns zusammen stehen!<<

Quelle: http://www.der-grosse-diktator.de/global_html/hintergrund_3.html

Diese Worte sagen alles! Wir müssen füreinander da sein, uns respektieren und gegenseitig helfen! Es darf nicht wieder so weit kommen wie damals! Der Film wurde während dem Zweiten Weltkrieg gedreht und kam 1940 ins Kino. Es ist wichtig die Geschichte zu kennen und sie nicht zu verleugnen! Wir Deutschen haben grausames Leid über die Menschen gebracht!

Doch leider gibt es heute immer noch Krieg. Aber warum? Hier eine Antwort in Form von Musik:

Ich glaube fest daran, dass es nicht bis zum Jahre 2300 dauern wird! Wir werden es schaffen uns zu ändern! Und jeder muss bei sich beginnen! Wir werden eine bessere und gerechtere Zukunft aufbauen. Dafür lasst uns streiten!

Euer Christian

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Fridays for Future! Jugend für Klima- und Umweltschutz

Fridays for Future

Vorbild für die Klimastreiks ist die Schülerin Greta Thunberg. Die 16-jährige Schwedin bestreikt seit Monaten freitags die Schule, um für echten Klimaschutz zu kämpfen. Weltweit haben sich ihr Tausende Schüler*innen angeschlossen und demonstrieren unter dem Motto Fridays for Future vor den Parlamenten, statt in die Schule zu gehen.

Diese Bewegung  streikt für mehr Klimaschutz, denn die Klimakrise ist längst eine reale Bedrohung für unsere Zukunft. Die Jugendlichen werden die Leidtragenden des Klimawandels sein und für die Fehler der vorhergehenden Generationen büßen. Deshalb gehen sie auf die Straßen

Sie sind weder an eine Partei noch an eine Organisation gebunden. Die Klimastreik-Bewegung hat ihre eigene Dynamik und wird durch tausende individuelle junge Menschen getragen.

Quelle:  www.fridaysforfuture.de

Greta Thunberg und das Asperger-Syndrom

Greta Thunberg hat eine Variante des Autismus, das ist wohl eine Entwicklungsstörung. Die Meinungen gehen da auseinander. Ist es eine Erkrankung oder einfach eine kleine Abweichung von der Norm? Da sind sich Wissenschaftler und Ärzte sowie Angehörige und Aspies, wie sich Betroffene selbst nennen, alles andere als einig.

Das Asperger-Syndrom ist nicht nur eine Beeinträchtigung, sondern auch mit vielen Stärken verbunden. Das merkt man auch an Greta.
Oft haben Aspies in den Bereichen des Wahrnehmens, der Aufmerksamkeit, der Gedächtnisleistung und der Selbstbeobachtung echte Stärken. Und in vielen Fällen auch Inselbegabungen. Das sind Begabungen in einem ganz bestimmten Bereich, wie Mathematik, Sprache und Wissenschaft. Einige Aspies sind hochbegabt.

Allerdings sind Aspies in einigen Bereichen auch beeinträchtigt. Das sind vor allem soziale Gebiete. Es ist bei jedem verschieden. Einige können die Gesten, die Mimik und den Blickkontakt nicht einschätzen, andere können die Signale selbst nicht aussenden. Sie können dadurch merkwürdig und wunderlich wirken.

Gerade an dem Bespiel Greta Thunberg merken wir, dass auch Menschen, die einfach anders sind, trotzdem etwas erreichen können! Trotzdem war ihr Leben und das ihrer Familie sehr schwer. Mit 12 Jahren hörte sie auf regelmäßig zu Essen.

>>„Das Kind hat vor zwei Monaten fast komplett aufgehört zu essen. Warum, weiß niemand. Immer weiter magert es ab, seine Einweisung ins Krankenhaus steht unmittelbar bevor. Und die Eltern versuchen verzweifelt, das Mädchen dazu zu bringen, irgendwie Nahrung in sich aufzunehmen. (…)

„Szenen aus dem Herzen“. So heißt das Buch, das ihre Mutter Malena Ernman im vergangenen Jahr in Schweden veröffentlicht hat. (…) Der Fischer Verlag hat Greta auf das Cover genommen und ganz nach vorne in die Autorenzeile. Das verkauft sich bestimmt besser, ist aber ein wenig irreführend. Denn „Szenen aus dem Herzen“ ist kein Buch von Greta Thunberg, sondern die Geschichte ihrer Familie. Erzählt aus der Perspektive der Mutter.

Im August 2018, als das schwedische Original erschien, war die Opernsängerin und Eurovisions-Teilnehmerin Malena Ernman das weitaus berühmteste Mitglied der Familie Ernman-Thunberg. Ihre Tochter hatte damals gerade erst angefangen, vor dem Reichstag in Stockholm für den Klimaschutz zu streiken.<<

Quelle: https://www.spiegel.de30.4.2019

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Demo der BuntWesten in Schwerin

>>Die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ hatte am Wochenende zu einer bundesweiten Demonstration in verschiedenen Landeshauptstädten aufgerufen. Dabei wollen die „Aufsteher“ – im Gegensatz zum Vorbild Frankreich – konsequent gewaltfrei bleiben.<<

Quelle: YouTube-Channel MV1 – Mein Land. Mein Sender

Und diese bunten Proteste bleiben friedlich, auch wenn mit 120 Menschen es doch eine überschaubare Anzahl war. Die Startzeit der Demo war 5 vor 12, was durchaus symbolisch zu verstehen war. „Wir sind viele! Wir sind vielfältig! Wir stehen auf!“ Das ist das Motte. Es waren Aufsteher aus Rostock, Neubrandenburg, Stralsund und Parchim dabei. Jede Ortsgruppe hatte die eigenen Themen mitgebracht. Es sind noch keine Massen, aber später Tropfen hüllt den Stein.

>In zahlreichen Städten haben heute die „Buntwesten“ demonstriert – nach dem Vorbild der französischen Gelbwesten.

Ihre Themen seien vielfältig, sagte Initiator Ottopeter Flettner im Dlf – sie reichten von sozialer Gerechtigkeit bis zur Rüstungspolitik. „Wir sind mit bestimmten Umständen in unserem Land nicht mehr zufrieden.“ Funktioniert so eine Protestbewegung wie die Gelbwesten in Frankreich auch in Deutschland? Jedenfalls soll es heute so etwas Ähnliches geben. Bundesweit sind heute in 40 Städten etwa Demonstrationen geplant von sogenannten bunten Westen, entstanden aus der linken Sammlungsbewegung Aufstehen heraus, die von der Linkenpolitikerin Sahra Wagenknecht mitbegründet worden ist. Ottopeter Flettner in Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Initiatoren der Buntwesten-Proteste.

Wir distanzieren uns grundsätzlich von Gewalt und distanzieren uns auch grundsätzlich von jeglicher Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Wir haben natürlich bei jeder Demonstration auch Ordner, die sehr wachsam sind. Wir haben ja in letzter Zeit öfters beobachten können, dass gerade vonseiten der AfD in Deutschland die Gelbwesten sozusagen missbraucht wurden. Man hat versucht, sich da auf diesen Hype draufzuhängen und mitzumachen, aber ich denke, das können wir in unseren Demonstrationen schon ganz gut auseinander halten, und auch deswegen bei uns die Bunten Westen. „Wir haben die Schnauze voll“, sagt BuntWesten-Initiator Flettner im DLF Interview (Textbeitrag) <<

 

Quelle: YouTube-Channel Aufstehen Nachrichten

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Zukunft der psychiatrischen Versorgung

EX-IN und die Zukunft des Gesundheitswesens

In der deutschen Psychiatrie-Landschaft gab es lange Zeit keine Einbeziehung Psychiatrie-Erfahrener. Mit EX-IN ändert sich das nun. In diesem Artikel sollen die Chancen aber auch die Herausforderungen für Mitarbeiter in der Sozialpsychiatrie dargestellt werden.

 von Christian Kaiser

Die EX-IN-Ausbildung

Die EX-IN-Ausbildung schließen die Teilnehmer auch hier in M-V mit dem Zertifikat: Experten durch Erfahrung in der Gesundheitsversorgung, ab. Sie beschäftigen sich damit, wie ihre Krise ausgelöst wurde, wie sie sie erlebten und was sie von innen und außen unterstützt hat herauszukommen. Also sie erlernen das Leben mit allen Einschränkungen zu leben. Die Teilnehmer erfahren auf diesem Weg, dass sich nichts ändern kann ohne, dass sie nicht selbst etwas dafür tun. In der Ausbildung erlernen sie diese Erfahrung einzusetzen um andere Betroffene zu unterstützen.

Herausforderung in der Zusammenarbeit:

Gerade zu Beginn ist die Rolle des Genesungsbegleiters ungewohnt und es können Irritationen und Unsicherheiten im Unternehmen auftreten. Es gibt die Frage nach dem Wert der Professionalität und der Erfahrung. Oft können EX-INler, die das Team eigentlich tatkräftig unterstützen sollten, als Klienten gesehen werden. Entsprechend wird auf sie reagiert, auch von „echten Klienten“. Eine Gefahr ist auch, das der Begleiter nicht ausreichend in die Rolle eingeführt wird, die Bedenken nicht ausreichen gesehen und vor allem die Aufgabenbereiche nicht klar definiert werden. Auch der Anpassungsdruck kann zu Gefahr werden. Doch die Vorteile von EX-IN überwiegen stark!

Chancen durch EX-INler:

Natürlich können EX-INler auch wieder erkranken, doch gerade dadurch zeigen sie das Mensch-Sein durchaus brüchig ist und auch sein darf. Die künstliche Trennen zwischen stark und schwach sowie krank und gesund hilft niemanden, schon gar nicht den psychisch kranken Menschen.

Die EX-INler machen deutlich, das es den Klienten nicht hilft, wenn andere ihnen vorschreiben, was gut für sie ist. Es gilt, dass das die Klienten selbst für sich herausfinden müssen und nicht bevormundet werden sollten. Natürlich müssen Mitarbeiter manchmal die Verantwortung für Klienten übernehmen, doch sie sollte auch wieder zurückgegeben werden.

Chancen für professionell tätige Mitarbeiter und die Organisation

Die Einbeziehung von EX-INlern bietet Anstoß zur Weiterentwicklung und bereichert die Teams und Organisationen:

  • Die gemeinsame Bearbeitung unterschiedlicher Themen führt zu neuen Erkenntnissen bei den Profis, auf die sie sonst nie gekommen wären.

  • Die Achtsamkeit der Mitarbeitenden und der Teams im Umgang mit den Klienten und sich selbst wird durch den anderen Blickwinkel der Genesungsbegleiter erhöht.

  • Durch den Austausch mit Peerbegleitern können sich die Mitarbeiter ihr eigenes Handeln hinterfragen und zu neuen Lösungsideen kommen.

  • Gemeinsam kann herausgearbeitet werden, wie die Wirksamkeit von Angeboten erhöht werden kann. Das Erfahrungswissen ist sehr hilfreich um vor der Übernahme von zu viel Verantwortung, unrealistischen Zielen und zu hohen Qualitätsansprüchen zu schützen.

  • Gelingt die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten, bieten die EX-INler die Möglichkeit, die Organisation und die Unterstützungsmöglichkeiten zu reflektieren.

  • Die Verschiedenheit in Rollen und Sichtweisen sowie der Aufgaben kann gelebt und die Achtsamkeit in der Organisation erhöht werden.

  • Unterschiedliche Zugänge zum Klienten bringen neu Wege und Lösungen.

FAZIT:

Die Einbeziehung von Menschen, die durch die Erfahrung mit ihren eigenen seelischen Problemen währen der EX-IN-Ausbildung gelernt haben in der Sozialpsychiatrie erfolgreich mitzuarbeiten, können zur großen Bereicherung werden, wenn man sie nur lässt! Dabei soll nicht verschwiegen werden, dass selbst einige Betroffene Berührungsängste mit Genesungsbegleitern haben, die schließlich selbst seelische Probleme und eine Diagnose haben. Sie glauben, die sog. Peer-Berater wären selbst zu schwach um zu helfen. Eine solche Ansicht herrscht teilweise auch bei den Profis! Doch es wird bewiesen werden, das sich EX-INler ein großer Zugewinn sind und sich auf Augenhöhe begreifen können!

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Die Vergangenheit und Gegenwart der Psychiatrie

Hallo, ich bin Christian Kaiser und hatte leider schon einige persönliche Erfahrungen mit der Psychiatrie. Kein medizinisches Fachgebiet ist so vielen Irrtümern erlegen wie dieses. Die „Aktion T4“ zählt für mich zu den größten und schrecklichsten Fehlern, ja Verbrechen!

Aber die Eugenik existiert schon viel länger und wurde bereits seit 1883 angewandt. Im Nationalismus wurden Menschen mit seelischen Krankheiten, geistig und körperlich behinderte Menschen dann sterilisiert, verhungern gelassen und vergast oder anders hingerichtet. Die Nationalsozialistische Rassenhygiene diente zur Rechtfertigung von Massenmorden an als „lebensunwert“ definierten Menschen und zu grausamen Menschenversuchen in verschiedenen Konzentrationslagern.

Heute ist all das Vergangenheit. Aber an vielen Vorurteilen gegenüber Menschen mit seelischen Problemen hat sich nicht viel geändert und das liegt zum Teil daran, dass sie früher einfach weggesperrt wurden. Verweildauer in „Irrenanstalten“ waren damals oft mehrere Jahre bis lebenslang. Heute ist die Durchschnittsverweildauer in Nervenklinken acht Wochen.

Menschen mit psychischen Problemen leiden sehr unter den Vorurteilen der „Normalos“. Man nennt das auch Stigma oder zweite Krankheit. Eigentlich ist dies ja zum größten Teil das Problem, der Menschen, die sich für normal halten, denn das Stigma beruht auf der Angst vor dem der anders ist. Nicht nur die Angst spielt eine große Rolle, denn sie wird von Halbwissen und schlechtweg falschen Annahmen geschürt.

Ich möchte mal mit einigen dieser Vorurteile aufräumen, stellvertretend für die große Anteil der seelisch Gehandicapten von 10-15 % an der Bevölkerung:

  • Depressive sind nicht faul, sondern antriebslos, nicht mal unbedingt traurig
  • Schizophrenie ist keine gespaltene Persönlichkeit, sondern ist durch Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Gefühlswelt gekennzeichnet
  • psychische Erkrankungen sind nicht selten, sondern man kann sie als Volkskrankheit bezeichnen
  • psychotische Menschen sind im Durchschnitt nicht gewalttätiger als die Gesunden
  • ein psychisches Handicap ist keine geistige Behinderung, es kann jeden treffen

Deshalb solltet ihr „Normalos“ mit uns ganz normal umgehen. Die Horrorbilder einer Psychiatrie, die ihr vielleicht aus Film und Fernsehen kennt, stimmen nur bedingt. Allerdings ist es in einer geschlossenen Station trotzdem ganz und gar nicht lustig.

Es gibt hier in Deutschland zwar keine Zwangsjacken, stattdessen gibt es Fixierung an den Betten, das finde ich persönlich sogar noch schlimmer, weil man dann nicht um herlaufen und es zu traumatischen Erlebnissen führen kann.

Es ist auch bestimmt für das Personal, das sich nicht anders zu helfen weiß, eine schmerzliche Erfahrung. Doch es werden in einigen Kliniken auch Menschen angeschnallt, die für sich und andere keine Gefahr sind und diese Anzahl an Personen ist hoch. Ich habe schon erlebt, dass alte, gebrechliche oder mit Medikamenten vollgepumpte Menschen, angeschnallt wurden, da sie vom Bett fallen könnten, wobei eine offene Station manchmal wie Urlaub ist.

In einer offenen Station kann man sich frei bewegen und heutzutage sind die meisten Stationen offen.

Doch nicht nur in den Kliniken, sondern auch später, wenn die Betroffenen entlassen sind, haben sie zu kämpfen, da meiner Meinung nach eine richtige Integration noch nicht ganz geschafft wurde. Oft arbeiten von seelischen Problemen Betroffene in Werkstätten und verpacken Ballons oder schnitzen Holzmännchen, zusammen mit geistig behinderten Menschen. Es fehlt der Kontakt zu den gesunden Menschen, das stört mich. Auch in den Wohngruppen sind die Betroffenen unter sich.

Es gibt viele Menschen, für die das Konzept der psychiatrischen Hilfen nicht ausreicht. Das sind vor allem junge Menschen. Menschen wie ich, im jungen Erwachsenenalter, haben in den seltensten Fällen einen Job. Ich kenne es, ich renne von Maßnahme zu Maßnahme, mache Praktika und finde trotzdem keinen Job, oder gerade deshalb, denn wenn die Firmen Praktikanten haben, brauchen sie ja nicht zahlen, andererseits geht man gerade dann, wenn man sich eingearbeitet hat.

Ein anderes Beispiel: Für die Kinder psychisch kranker Eltern, gibt es oft noch wenig Hilfen. Die Hilfe kommt dann wie so oft erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und selbst erkrankt. Und dann haben die Psychiater wieder was für ihre Statistiken, denn heute wie damals gilt die Annahme, dass viele psychische Krankheiten erblich sind. Ich hingegen glaube, dass die Ärzte viel mehr, die Ursachen, und die sind seelisches Leid, bekämpfen sollten, anstatt nur Medikamente zu verabreichen, also die Symptome zu bekämpfen. Oft ist eine Tablette schneller gegeben als ein heilsames Wort geschenkt ist.

Ich glaube ganz fest, dass wir, wenn wir den anderen so akzeptieren wie er ist, also mit all seinen Macken, eine bessere und gerechtere Welt aufbauen können.

Euer Christian

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MUSIK: Kuun – Durch die Augen der andern

KUUN:

>>Unsere Welt ist im Ungleichgewicht. Die einzigen Ziele unserer westlichen Gesellschaft sind Wirtschaftswachstum und Gewinnmaximierung. Der Tod von Menschen und Tieren wird dafür billigend in Kauf genommen. Anstatt die Güter gleichberechtigt auf alle Menschen zu verteilen, bereichern sich die einen immer mehr, während die anderen Leid ertragen müssen bis sie im Tod Erlösung finden. Und alleine in unserem Land geht die Kluft zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander. Der Kapitalismus macht uns alle zu egozentrischen Wesen, die nur nach materiellen Gütern streben und sich ständig gegenseitig übertrumpfen wollen. Auf diese Weise findet die Menschheit auf diesem Planeten nur ihren Tod.

Nichtsdestotrotz mag ich uns Menschen…und ich fände es echt schrecklich, wenn wir das nicht irgendwann hinbekommen könnten. Wir müssen uns alle unter einem Banner vereinen und in einem sozialen System fernab vom Kapitalismus nach Wegen suchen, die das Überleben unserer Spezies sichern.>>

YouTube: Kuun – Durch die Augen der Andern 
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Die Zeit nach 2012

Liebe Leser,
Wir schreiben das Jahr 2018. Die Welt ist 2012 nicht untergegangen und auch nicht später. Die Untergangpropheten hatten unrecht. Anders als vermutet kamen diese Propheten nicht aus den Reihen der Indigenen. Die Maya hatten gar nicht vorhergesagt, dass 2012 die Welt untergeht, sondern es waren größtenteils Amerikaner und Europäer, die sich ausrechneten, damit viel Geld machen zu können.
Wovor uns die echten Ureinwohner, wie die Hopi, die Maya, die Indianer Nordamerikas, die Inuit, die Naturvölker Afrikas und die Aborigines, aber vermehrt in den letzten Jahren gewarnt hatten war, dass, wenn wir als Industrieländer mit der Ausbeutung der Natur und anderer Menschen so weitermachen würden, weiter Kriege führen und uns gegenseitig abschlachtend, wir dann unser aller Todesurteil unterschreiben würden.
Wir müssten also umdenken, also mehr, so wie es die Ureinwohner schon heute tun, uns als Teil der Natur sehen, die Natur als Mutter annehmen. Jeden anderen Menschen, jedes andere Tier, jede Pflanze und alles um uns als Geschwister betrachten und so behandeln.
Viele Stämme dieser indigenen Völker erhoffen sich einen Bewusstseinssprung und auch die Menschen in den westlichen Ländern erhoffen sich einen solchen Quantensprung. Nun 2012 ist er nicht gekommen, was ist also mit 2018 und darüber hinaus. Was man, wenn man sich darauf einlassen möchte wissen muss ist, das es sich dabei um einen Zyklus handelt der viele Jahrzehnte dauern soll und schon 1987 begonnen haben soll. Was seitdem zu bemerken ist ist, dass die seelischen Störungen unter den Menschen zunehmen und dass immer mehr von diesen seelischen Problemen betroffen sind. Die Psyche soll, laut Dieter Broers, einem Physiker, von elektromagnetischen Feldern, wie dem Erdmagnetfeld, beeinflusst werden, was wiederum von der Sonne beeinflusst wird.
Doch es gibt noch einen anderen Aspekt: Gerade unter Kindern nimmt beispielsweise AD(H)S, also das Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivität-Syndrom, zu. In der spirituellen Welt nennen sich solche Kinder Indigo- oder Kristallkinder. Diese Kinder bäumen sich gegen unser Gesellschaftssystem schon früh auf, gerade in der Schule. Ihren Namen verdanken sie ihrer Aurafarbe., die mediale Menschen wohl sehen können und den Charakter und das Wesen beschreibt. Inzwischen gibt es schon viele Indigos, die Erwachsen sind. Ein anderes Wort für diese Menschen ist auch Hochsensible.
Ob es nun stimmt oder nicht, dass sie unsere Welt zum Positiven verändern werden, ist nebensächlich. Wichtig ist, dass sich nicht die Kinder an das System, sondern das System an sie anzupassen hat! Schulen müssen die Stärken der Individuen fördern und nicht, wie es auch diesen Kindern dann später im psychiatrischen System geschieht, defizitorientiert arbeiten. Das gilt für die ganze Gesellschaft. Die Stärken der Menschen, die jeder einzelne hat, müssen im Vordergrund stehen. Es ist Zeit für Veräderung!
Auch das “FACTS &  STORIES”-Projekt steht für diese Veräderung! Und Ihr könnt MITMACHEN! Jeder kann etwas einbringen. Es wird Comics und Berichte und natürlich Geschichten enthalten, sowie Biografisches und sogar Kolumnen. Mitmachen kann jeder auch bei der Webseite!
Also werdet Teil vom “FACTS & STORIES-Universum!
Christian Kaiser
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Ereignisse in Chemnitz erschütternd, doch wenig überraschend

Angriffe auf Menschen mit Migrationshintergrund sind Alltag in Ostdeutschland

Die derzeitigen Ereignisse in Chemnitz sind insbesondere für die in Ostdeutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund besorgniserregend. Sie offenbaren, wie gut organisiert und mobilisierungsfähig die rechte Szene seit langem ist und machen deutlich, wie wenig ihnen Polizei, staatliche Behörden und nicht zuletzt auch Politiker*innen entgegensetzen können und wollen. Denn obwohl die Strukturen und das daraus hervorgehende Gefahrenpotential rechter und rechtsextremer Gruppierungen in Ostdeutschland, und leider besonders konzentriert in Sachsen, seit nunmehr fast 30 Jahren bekannt sind, wurde das Problem immer wieder kleingeredet und nur halbherzig angegangen. In Freital, Heidenau, Clausnitz oder Bautzen gab es in den vergangenen zwei Jahren ähnliche Vorfälle der Jagd auf Menschen mit Migrationshintergrund, ohne dass dies wirkliche Konsequenzen nach sich gezogen hätte. Nun wird auch in einer großen Stadt unverhohlen Gewalt gegen diese Menschen ausgeübt.

„Angriffe auf Menschen mit Migrationshintergrund sind in Ostdeutschland leider schon lange schrecklich alltäglich“, so Mamad Mohamad, Geschäftsführer des Dachverbands der Migrantenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst). Neu an der Situation ist jedoch, dass Rechte und Rechtsextreme zunehmend ihre Hemmungen verlieren und auch am hellichten Tag und vor Zeug*innen gewalttätig werden, da von staatlicher Seite zu- und weggeguckt wird: „Da ihnen in jüngerer Vergangenheit sowohl seitens der Justiz als auch der Politik wenig entgegengesetzt wurde, wähnen sie sich zunehmend auf der sicheren Seite“. Hinzu komme, „dass sie sich durch Äußerungen rechter Politiker*innen mitunter sogar dazu aufgerufen und motiviert fühlen, Menschen anderer Herkunft anzugreifen“, so Mohamad weiter. Rubén Cardenas, zweiter Geschäftsführer von DaMOst, betont, dass es entgegen dem Bild, welches rechte Parteien und Bewegungen zeichnen, „überwiegend Menschen mit Migrationshintergrund sind, die Opfer von Gewalttaten durch rechtsextreme Deutsche werden und nicht etwa umgekehrt“. Die Zahlen diesbezüglich sind eindeutig und die Tendenz eher steigend. „Wenn die Situation sich nicht ändert, muss man Migrant*innen davon abraten, nach Ostdeutschland zu kommen“, so Cardenas weiter. Dabei ist man aufgrund der demographischen Situation in den ostdeutschen Bundesländern doch dringend auf Zuwanderung angewiesen und „sollte Migrant*innen mit offenen Armen empfangen, anstatt sie zu verjagen“.

DaMOst fordert, dass die Vorfälle in Chemnitz endlich zum Anlass genommen werden, um das Problem der jahrzehntelang gewachsenen strukturellen Ausländerfeindlichkeit in den ostdeutschen Bundesländern anzugehen. Es braucht ein Eingeständnis, dass man die Problematik viel zu lange marginalisiert hat sowie ein klares Bekenntnis aller staatlichen Bediensteten zu den Werten des Grundgesetzes, zu Demokratie und Weltoffenheit. Rechte Straftäter*innen müssen mit aller Härte des Gesetzes verfolgt und Menschen mit Migrationshintergrund dort, wo es nötig ist, aktiv geschützt werden. Auch müssen die Initiativen, Organisationen und Bündnisse, die sich für ein friedliches Miteinander und den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen, viel stärker unterstützt werden. Denn es geht um nicht weniger, als die Verteidigung und Bewahrung einer offenen und solidarischen Gesellschaft.

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