Vergebung und Frieden

Liebe Leser,

ich bin’s Chr!s und ich war heute am Sonntag dem 18. Oktober 2020 auf einem wunderschönen Gottesdienst. Er zeigte mir, dass vergeben und verzeihen das Wichtigste ist, was Christen auszeichnet. Aber diese Gabe ist nicht nur den Christen vorbehalten, sondern allen Wesen! Spirituelle Menschen, egal welchen Glaubens, glauben im Grunde an Liebe, Glück und Harmonie. Aber gerade ich weiß, was es heißt manchmal aus der Haut zu fahren und wütend zu sein. Ein Konfirmand sagte mal, dass er auf seine Mutti manchmal böse sei. Und ich kenne seine Mutter. Ich glaube jeder hat mal Probleme mit seinen Eltern. Wichtig ist es sich zu vertragen und sich zu verzeihen, wenn etwas schiefgelaufen ist.

Bei meiner Konfirmandenprüfung 1997 war ich so schlecht drauf, dass mir nicht mal die zehn Gebote in der richtigen Reihenfolge einfielen. Darüber ärgerte ich mich sehr und ich glaube, dass meine Freunde das traurig oder unverständlich fanden. Und ich ärgerte mich über mich selbst.
Doch der Grund war, dass ich kurz vorher dreieinhalb Monate in der Nervenklinik war, sogar ein Nahtoderlebnis hatte, und einfach vergesslich geworden war. Im gleichen Jahr tat ich leider etwas Schlimmes:
Ich schubste einen Jungen hin, weil er sagte, das ich, als ich 1991 ins Eis eingebrochen war, geschubst wurde und das glaubte ich ihm nicht. Ich hoffe dass er mir heute verzeiht, denn es tut mir unendlich leid! Seine Mutti hatte mir sogar das Leben gerettet!

Ich habe viele Fehler begangen und möchte, dass mir diejenigen, denen ich wehgetan habe verzeihen!
Deshalb verzeihe ich auch meinem Vater. Er hat mich zwar manchmal nicht gut behandelt, aber wenn es ihm und mir schlecht ging waren wir füreinander da. Unsere Familie hatte viele Schicksalsschläge, aber Gott hat uns geholfen. Vor allem meine Mutti ist immer lieb zu mir und ich bin ihr total dankbar! Ihr schlimmer Verkehrsunfall 1993 verfolgt mich manchmal noch. Doch ich liebe sie über alles! Und ich weiß, dass mich meine Familie auch liebt!

Jesu Christus lebt und ich bin ihm und dem lieben Gott dankbar. Auch wenn ich eines weiß:
Nämlich das Gott niemals wollte, dass Jesus am Kreuz stirbt, das wollten die Mächtigen. Deshalb hört euch dieses traurige und zum Nachdenken anregenden Song von Thomas D an:

Gott liebt uns alle, aber wenn wir Sünden begangen haben müssen wir um Vergebung bitten! Denn sonst ist Jesus umsonst gestorben. Im Lied: “Vergebung hier ist sie” geht es auch im Kinder im Krieg. Sie dürfen nicht umsonst gestorben sein!

In der tollen Neuinterpretation des wunderbar traurigen Liedes “Weiße Fahnen” von Silbermond geht es leider auch um Krieg.

Und ich möchte Präsident Trump nur eines sagen: Frieden schafft man nur durch Frieden! Und im Grunde müssen gerade wir Deutschen das am Besten wissen! Im Krieg gibt es nur Verlierer! Frieden ist das Wichtigste was es gibt!

Lieber Mr. Präsident Donald Trump: “Fangen Sie an, aus Ihren Fehlern zu lernen, denn Macht ist nicht so wichtig wie Frieden!”

Wir waren alle mal Kinder und keiner will wirklich Krieg!

Unsere Mutter Erde gibt es nur einmal, darum müssen wir unsere Heimat beschützen! Denn es gibt keine zweite Erde! Ich bete für unsere Erde.

Schützt die Natur und jedes Leben!

Euer Chr!s

Kunst kann heilen!

KOLUMNE von Christian Kaiser:

Jeder Musiker, jeder Maler, und jeder Schauspieler weiß, dass Kunst heilen kann! Sogar Sport ist Kunst, denn Artist heißt ja in der englischen Sprache Künstler. Und meiner Meinung nach ist guter Journalismus auch Kunst.

Menschen mit seelischen Problemen müssen oft Medikamente nehmen, und viele mögen das aufgrund der Nebenwirkungen nicht. Das ist problematisch, deshalb finde ich, dass gerade in meiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern mehr die Ansicht: “So viel wie nötig und so wenig wie möglich”, vertreten und gelebt werden sollte. Teilweise leidet man sogar darunter, dass die künstlerischen Fähigkeiten teilweise verschwinden, doch in den Therapien, in den Kliniken, Tagesstätten, Werkstätten und Selbsthilfegruppen lernt man das wieder und es entstehen tolle Werke.

Im Musikvideo vom Musiker Johann, der bei uns Mad Artists mitmacht, geht es um Psychopharmaka:

Ich glaube an meine Freunde von den Mad Artists, denn wir können alle die Welt verändern! Dazu müssen wir nur mehr tun als reden, wir müssen handeln! Und ich bin stolz auf die #FridaysForFuture – Bewegung und zähle mich sogar dazu. Deshalb möchte ich zusammen mit den Mad Artists die Bewegung unterstützen. Dieses Doku-Video wurde am 24. Mai 2019 gedreht, als die Europawahlen vor der Tür standen:

Außerdem möchte ich, zusammen mit den Mad Artists bei #ArtistsForFuture mitwirken. Doch besonders diese Bewegungen wie auch z.B. die Linken sollten auch den Spirituellen zuhören und sie nicht auslachen! Wie auch bei der Occupy-Bewegung in Berlin am 15 Oktober 2011, bei der auch ich mitmachte, den Film drehte ich und durfte auch die Szenen eines anderen Filmemachers verwenden:

Die politische Arbeit ist mir wichtig, denn ich bin ein Linker, ein Grüner und ein Christ! Und selbst Christen glauben manchmal nicht an Wunder. Doch es gibt sie! Ich empfehle jedem den tollen Film: Die Prophezeihungen von Celestine, da gehts genau darum, dazu habe ich dieses Musikvideo geschnitten, die Musik stammt von MAGIX:

Hier kurze Mad Artists -Trickfilme, als kleinen Einblick in unsere Animations-Arbeiten, auch dort geht es im Grunde um Wunder:

Wir alle können dafür sorgen, dass die Welt zu einem besseren Ort wird! Und das durch Kunst, die heilen kann, unzwar wenn sie auf positive Art für eine bessere Zukunft eintritt. Meiner Meinung nach darf es keine Gewaltverherrlichung mehr geben! Aber das ist eine andere Geschichte, für ein andern Mal…

Also werdet selbst kreativ!

Euer Chr!s!

Die Vergangenheit und Gegenwart der Psychiatrie

Hallo liebe Leser,
heute ist einer der wichtigsten Tage die es gibt, nämlich der Welttag der seelischen Gesundheit! Ich bin Chr!s und hatte leider schon einige persönliche Erfahrungen mit der Psychiatrie. Oft wurde mir geholfen, aber manchmal war es in den Nervenkliniken auch schwierig für mich! Auch wenn wir heute auf das positive schauen sollten, es muss auch an die Vergangenheit erinnert werden! Und wir dürfen die Suizidopfer nicht vergessen. Ihr seid alle wichtig! #DuBistMirWichtig

Die „Woche der Seelischen Gesundheit“ findet jedes Jahr rund um den internationalen Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt. Eine Woche lang sind Bürger und Bürgerinnen in Berlin und bundesweit eingeladen, die vielfältigen ambulanten und stationären Angebote der psychiatrischen und psychosozialen Einrichtungen in ihrer Umgebung kennen zu lernen. Ziel aller Veranstaltungen ist es, über psychische Krankheiten aufzuklären, Hilfs- und Therapieangebote aufzuzeigen und die Diskussion anzuregen. Ob Vorträge, Workshops, Schnupperkurse, Fachtagungen oder Kunstaustellungen – alle Veranstaltungen tragen dazu bei, Berührungsängste abzubauen und vor allem Betroffene sowie deren Angehörige einzubinden.

Quelle: aktionswoche.seelischegesundheit.net

Kein medizinisches Fachgebiet ist so vielen Irrtümern erlegen wie die Psychiatrie. Die “Aktion T4” aus der Nazizeit zählt für mich zu den größten und schrecklichsten Fehlern, ja Verbrechen!

Aber die sogenannte Eugenik existierte schon viel länger und wurde bereits seit 1883 angewandt. In der Nazizeit ab 1933 wurden Menschen mit seelischen Krankheiten, geistig und körperlich behinderte Menschen dann sterilisiert, verhungern gelassen und vergast oder anders hingerichtet. Die Nationalsozialistische Rassenhygiene diente zur Rechtfertigung von Massenmorden an als „lebensunwert“ definierten Menschen und zu grausamen Menschenversuchen in verschiedenen Konzentrationslagern.

Heute ist all das Vergangenheit. Aber an vielen Vorurteilen gegenüber Menschen mit seelischen Problemen hat sich nicht viel geändert und das liegt zum Teil daran, dass sie früher einfach weggesperrt wurden. Verweildauer in “Irrenanstalten” waren damals oft mehrere Jahre bis lebenslang. Heute ist die Durchschnittsverweildauer in Nervenklinken acht Wochen.

Menschen mit psychischen Problemen leiden sehr unter den Vorurteilen der “Normalos”. Man nennt das auch Stigma oder zweite Krankheit. Eigentlich ist dies ja zum größten Teil das Problem, der Menschen, die sich für normal halten, denn das Stigma beruht auf der Angst vor dem der anders ist. Nicht nur die Angst spielt eine große Rolle, denn sie wird von Halbwissen und schlechtweg falschen Annahmen geschürt. Auch Sucht zählt für mich zu den psychischen Erkrankungen, denn die Menge macht das Gift! Und Sucht geht fast immer mit seelischen Problemen und riesigem Leidensdruck einher!

Ich möchte mal mit einigen der Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Problemen und suchtkranken Menschen aufräumen, stellvertretend für die große Anteil der seelisch Gehandicapten von 10-20 % an der Bevölkerung:

  • Sucht ist keine Charakterschwäche, sondern ebenfalls eine seelische Erkrankung
  • Depressive sind nicht faul, sondern antriebslos, nicht mal unbedingt immer traurig
  • Schizophrenie ist keine gespaltene Persönlichkeit, sondern ist durch Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Gefühlswelt gekennzeichnet
  • psychische Erkrankungen sind nicht selten, sondern man kann sie als Volkskrankheit bezeichnen
  • psychotische Menschen sind im Durchschnitt nicht gewalttätiger als die Gesunden
  • ein psychisches Handicap ist keine geistige Behinderung, es kann jeden treffen

Deshalb solltet ihr „Normalos“ mit uns ganz normal umgehen. Die Horrorbilder einer Psychiatrie, die ihr vielleicht aus Film und Fernsehen kennt, stimmen nur bedingt. Allerdings ist es in einer geschlossenen Station trotzdem ganz und gar nicht lustig.

Es gibt hier in Deutschland zwar keine Zwangsjacken, stattdessen gibt es Fixierung an den Betten, das finde ich persönlich sogar noch schlimmer, weil man dann nicht um herlaufen und es zu traumatischen Erlebnissen führen kann.

Es ist auch bestimmt für das Personal, das sich nicht anders zu helfen weiß, eine schmerzliche Erfahrung. Doch es werden in einigen Kliniken auch Menschen angeschnallt, die für sich und andere keine Gefahr sind und diese Anzahl an Personen ist leider zu hoch. Ich habe schon erlebt, dass alte, gebrechliche oder mit Medikamenten vollgepumpte Menschen, angeschnallt wurden, da sie vom Bett fallen könnten. Aber viel hat sich Dank der neuen Gesetze auch geändert. Und eine offene Station ist manchmal echt wie Urlaub! In einer offenen Station kann man sich frei bewegen und heutzutage sind die meisten Stationen offen.

Doch nicht nur in den Kliniken, sondern auch später, wenn die Betroffenen entlassen sind, haben sie zu kämpfen, da meiner Meinung nach eine richtige Integration oder gar Inklusion noch nicht ganz geschafft wurde. Oft arbeiten von seelischen Problemen Betroffene in Werkstätten und verpacken Ballons zusammen mit geistig behinderten Menschen. Es fehlt der Kontakt zu den gesunden Menschen, das stört mich. Es wäre besser, wenn in solchen Werkstätten auch “Normalos” arbeiten würden, zum Beispiel als Sozialstundenleistende, auch wenn das komisch klingt. Auch in den Wohngruppen sind die Betroffenen unter sich.

Es gibt viele Menschen, für die das Konzept der psychiatrischen Hilfen nicht ausreicht. Das sind vor allem junge Menschen. Oder Menschen wie ich im Erwachsenenalter. Diese haben in vielen Fällen zwar einen Job, doch was ist, wenn man von ihrer Erkrankung erfährt? Ich kannte das. Ich rannte von Maßnahme zu Maßnahme, machte Praktika und fand trotzdem keinen Job. Oder gerade deshalb, denn wenn die Firmen Praktikanten haben, brauchen sie ja nicht zahlen, andererseits geht man gerade dann, wenn man sich eingearbeitet hat.

Ich habe sehr viele Praktika gemacht und bin stolz darauf! Ich arbeitete im Krankenhaus, im Copyshop und als Bürokaufmann und am Institut für neue Medien Rostock und Werbefirmen. Dadurch merkte ich, dass wir seelisch gehandicapten Menschen viel drauf haben, wenn man an uns glaubt!  Und ich bin Mitglied und Vorstandsmitglied a.D. des Landesverbandes seelische Gesundheit M-V e.V. sowie Mitarbeiter des EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Mein Comicfanzine, das demnächst auch eine EX-IN-Ausgabe bekommt ist besonders für Jugendliche und Erwachsene gedacht. Doch es gibt auch Kinder mit psychischen Problemen! Für die Kinder psychisch kranker Eltern, gibt es oft noch wenig Hilfen. Die Hilfe kommt dann oft erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und selbst erkrankt. Und dann haben die Psychiater wieder was für ihre Statistiken, denn heute wie damals gilt die Annahme, dass viele psychische Krankheiten erblich sind. Ich hingegen glaube, dass die Ärzte viel mehr, die Ursachen, und die sind seelisches Leid, bekämpfen sollten, anstatt nur Medikamente zu verabreichen, also die Symptome zu bekämpfen. Oft ist eine Tablette schneller gegeben als ein heilsames Wort geschenkt ist.

Ich glaube ganz fest, dass wir, wenn wir den anderen so akzeptieren wie er ist, also mit all seinen Macken, eine bessere und gerechtere Welt aufbauen können. Und außerdem müssen wir alle etwas gemeinsam dafür tun, nämlich zusammenhalten um gemeinsam alles zum Positiven zu verändern, unzwar für ALLE!

Euer Chr!s!

Das Glücksprinzip: Tue Gutes und gebe es weiter!

Was ist das Glücksprinzip?

Das Glücksprinzip ist ein Schneeballsystem der positiven Art. Es geht darum Gutes zu tun. Man hilft einem Menschen und tut ihm einen Gefallen Es muss aber etwas schwieriges sein, etwas dass dieser Mensch nicht alleine schafft. Der Mensch, dem man geholfen hat gibt den Gefallen nicht zurück, sondern hilft seinerseits jeweils drei anderen Menschen. So breiten sich die guten Taten aus und die Welt kann ein ganzes Stück besser werden…

 

Woher kommt das Glücksprinzip?

Die Idee basiert auf einem Roman von Catherine Ryan Hyde aus dem Jahr 2000. Die Autorin gründete eine Stiftung, um die Idee aus ihrer Geschichte in der Realität umzusetzen.

Die mehrfach ausgezeichnete amerikanische Autorin Catherine Ryan Hyde (*1955) hat bislang knapp dreißig Bücher veröffentlicht. Ihr bekanntester Roman “Das Wunder der Unschuld” wurde in mehr als 23 Sprachen übersetzt und unter dem Titel “Das Glücksprinzip” mit Kevin Spacey und Helen Hunt verfilmt. Neben dem Schreiben ist Catherine Ryan Hyde auch als Referentin tätig und stand bereits dreimal zusammen mit Bill Clinton als Rednerin auf dem Podium. Catherine Ryan Hyde unternimmt gerne Wanderungen und Reisen und ist eine große Hobbyfotografin.

Rezension des Films “Das Glücksprinzip”:

Eine schöne Idee, die Welt ein wenig besser zu machen…

Ein Film mit Tiefgang ohne Klischees, der hinter der Glitzerfassade von Las Vegas spielt, auch interessant, mal abseits des Mainstreams.
Die Schauspieler spielen ihre Rollen hervorragend: Haley Joel Osment als Trevor in der Hauptrolle sehr eindrucksvoll und glaubwürdig, ebenso Kevin Spacey als Eugene Simont und Helen Hunt als Arlene McKinney, und alle anderen Schauspieler bis zur kleinsten Nebenrolle spielen ihren Part perfekt.
Auf der DVD gibt es auch einen Audiokommentar zum Film von der Regisseurin Mimi Leder.
Der Soundtrack ist zur Geschichte sehr passend und wunderbar, vor allem die Musik, das Lied zum Schluss.
Ein Film mit einer Geschichte, die anregen kann mehr Gefühle zu zeigen, mutig zu sein, sich auch mal was zu wagen, egal wie es ausgeht, es sonst bereuen nicht getan zu haben… und drüber zu reflektieren, wie das Miteinander in unserer Welt wäre, wenn sich jeder an “das Glücksprinzip” halten würde….
Ich liebe tiefgründige Filme die zum Nachdenken anregen und dieser ist einer davon.

 

Rezension des Buches “Das Wunder der Unschuld”:

EINE BESSERE WELT

In der Schule erhält eine Klasse die Aufgabe von philosophischen Dimensionen, sich zu überlegen, wie man die Welt verbessern kann. Trevor erfüllt diese Aufgabe mit einer simplen und zugleich überzeugenden Vision: er errechnet, dass sich ein Schneeballeffekt erzielen ließe, wenn ein Einzelner jeweils drei anderen Menschen etwas Gutes täte und diese die gute Tat wiederum an drei andere weitergeben usw. Da Trevor ein selbstsicheres, sehr erwachsenes Kind ist, verfolgt er sein Ziel energisch. Seine Idee macht die Runde – mit verblüffenden Ergebnissen.

Fazit: Die Geschichte ist ein absolutes Highlight und christliches Gleichnis, die man zur moralischen Auffrischung immer wieder lesen sollte. Der Weg zu einer besseren Welt ist mit Gefühlen der Angst, Liebe, Wut und seelischer sowie körperlicher Verwundung gepflastert. Die exzellent melodramatische Geschichte verbindet gute, bewegende Unterhaltung mit tiefgründig gezeichneter Sinnsuche.

 

Ebenfalls im Jahr 2000 wurde der Roman verfilmt. Der Film weicht, wie es bei Hollywood-Filmen häufig der Fall ist sehr vom Buch ab, ist aber sehenswert und machte “Das Glücksprinzip” weltbekannt.

Was macht das Glücksprinzip so besonders?

Nüchtern könnte man vielleicht denken, dass das doch nicht funktionieren kann, dass es eine Utopie ist. Aber man kann es auch einfach versuchen, du kannst es versuchen! Selbst wenn es nicht vollkommen funktioniert, es macht die Welt doch ein ganzes Stück besser. Wir alle können die Welt verändern, wir müssen nur damit beginnen!

Jeder kann einem anderen helfen. Doch viele Menschen erwarten eine Gegenleistung. Aber wenn die Gegenleistung darin besteht anderen Menschen zu helfen, dann ist dadurch jedem geholfen, ein tolles Wortspiel. Ich finde in der letzten Zeit, auch durch Corona, hat sich einiges zum Positiven gewandelt. Viele Menschen zeigen Solidarität und helfen einander. Das ist doch die beste Zeit um dieses Prinzip, dass dieses Jahr seinen 20. Geburtstag feiert, zum Leben erwachen zu lassen.

Macht mit, tut etwas Gutes!

Euer Christian Kaiser

30 Jahre Deutsche Einheit

KOLUMNE von Christian Kaiser: 

Nach 30 Jahren deutscher Einheit wird es Zeit die Vergangenheit wieder auferstehen zu lassen. Oder sollte man lieber sagen, dass wir uns an das Schöne und das weniger Schöne erinnern sollten? Wir müssen wachgerüttelt werden. Doch auch die vielen positiven Momente sollten wir nie vergessen. Denn sonst können wir nicht aus unserer Vergangenheit lernen. Am 3. Oktober 1990 waren wir wieder vereint! Ein toller Tag für fast alle DDR-Bürger, die jetzt Bürger der BRD waren. Deutschland ist seitdem wieder Eins!

Als die Mauer fiel und 1990 die friedliche Revolution gesiegt hatte, war das wie ein Wunder. Nein, es war ein Wunder! Und nicht nur die Demonstranten waren dafür eingetreten, sondern auch viele Politiker. Und ohne die Christen, die damals mit vielen Sozilisten und andren Aktivisten für den Frieden und die Freiheit eintraten, wäre das alles nicht erreicht worden!

Doch die Menschen, die in der DDR lebten, so wie ich, die haben dort ein einfaches, aber in vielen Fällen auch schönes Leben gehabt. Wir waren behütet. Leider gab es auch hier Schattenseiten, die zum Beispiel die Christen betrafen, viele wurden ausspioniert und die Stasi, der Geheimdienst der DDR war überall präsent. Wenn man nicht seinen Mund aufmachte, war alles in Ordnung. Mein Verwandter Walter Bindemann bekam das zu spüren. Er ist Pastor und wurde von der Stasi in den Knast gebracht. Er wurde zum Glück nach mehreren Jahren entlassen, es war für ihn und unsere Familie eine schlimme Zeit! Doch dann kam die Wende. Und das war auch für mich eine aufregende Zeit.

GOOD BYE LENIN

Der Film GOOD BYE LENIN!” bei dem Daniel Brühl die Hauptrolle Alexander spielt ist einer der besten Spielfilme ist, die es gibt zum Thema Wende und DDR gibt. Er zeigt, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt. Für mich als Kind der 80’er war zwar nicht alles schön, aber ich hatte trotz allem ein gute Kindheit, wenn sie auch nicht perfekt war. “GOOD BYE LENIN” erzählt die Geschichte von einer DDR, die Alex für seine schwer kranke Mutter weiterleben lässt:

Alexander ist ein große Fan von Kosmonaut Siegmund Jähn, der erste Deutsche, der im All war. Aber seinen Vater hatte er seit seiner Kindheit nicht mehr gesehen. Sie begegnen sich und alles scheint gut zu werden. Siegmund war für ihn wie ein zweiter Vater im Geiste. In der DDR gab es einen großen Zusammenhalt. Dieser fehlt heute!
Andererseits gab es auch immer dieses Gegeneinander: Kirche gegen Sozialisten. Doch man hätte auch am selben Strang ziehen können. Und man hat es ja zum Schluss.Wenn es den Mut der Demonstranten nicht gegeben hätte, hätten viele Familien nie zusammen gefunden! Denn uns trennte die Mauer! Wie waren wie in einem Zoo eingesperrt! Und deshalb konnte Alex seinen Vater erst nach der Wende treffen:

Also feiert 30 Jahre deutsche Einheit! Mit eueren Kindern, Vatis, Muttis, Onkels, Tanten, und all den anderen Freunden und Verwandten!

Liebe Grüße, Eurer Chr!s!

PEACE Black Lives Matter! + FILMTIPP

KOLUMNE von Christian Kaiser: 

Hallo, ich heiße Christian und bin ein hellhäutiger Mensch. Aber trotzdem solidarisiere ich mich mit der #BlackLivesMatter Bewegung, da ich Rassenhass nicht länger hinnehmen will.

Außerdem habe ich schon selbst, wenn auch nur einmal Polizeigewalt erlebt. Nicht aus rassistischen Gründen, aber schlimm war es trotzdem. In der Rostocker Nervenklinik wurde ich von drei Polizisten auf den Boden gedrückt und das für mich eine schier unendliche Minute, wobei mir ein Polizist das Knie auf dem Kopf presste und ich richtig wimmern musste vor Angst. Ich hatte die Polizei selbst rufen lassen, als sie dann ankamen, schubste ich einen von Ihnen, weil sie mich auslachten. Also ich fand die Reaktion total übertrieben, aber so wie ich die Polizisten erlebte, machte ihnen das auch noch Spaß! Das finde ich nicht hinnehmbar!

Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich sie als Nazis beschimpfte und das war nicht richtig! Denn ich wusste das nicht. Die drei hatten einfach nur Glatzen. 

Und ich muss auch sagen, dass mir zwei Polizisten auch schon mal das Leben vor einer Straßenbahn retteten. Und dafür bin ich ihnen unendlich dankbar!!!

Und zudem habe ich schon erlebt, wie sich ein Mensch aus einem anderen Land fühlen muss. Als ich ungefähr neun war, wurde ich von einem Glatzkopf mit: “Blöder Türke!” betitelt. Daran kann ich mich noch heute lebhaft erinnern. Wenn ihr lest wo ich herkomme, nämlich Rostock, werden die meisten von euch an das Progrom von Lichtenhagen denken müssen. Und tatsächlich hatte ich dieses Erlebnis auch nur ein paar Tage vorher. Zum Glück erlebte ich es nicht live mit, wie diese Rassisten das Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen anzündeten, aber ich verfolgte alles im Fernsehen mit und war schockiert!

Diese Erlebnisse trugen dazu bei, dass ich genau das Gegenteil eines Rassisten wurde, nämlich weltoffen! Allerdings fiel es mir anfangs doch schwer auf Mensch aus anderen Ländern zu zu gehen.

Und deshalb lege ich euch einen Film ans Herz, auch wenn es nicht um schwarze Menschen geht, es geht um Menschen aus anderen Krisengebieten in der Welt. Wie geht es Menschen aus fernen Ländern, die Krieg erleben?! Und wie geht es uns Deutschen, wenn unsere Heimat genauso bedroht ist? Aber nicht von den Migranten sondern von Baggern, Das seht ihr hier: 

 

Was mit George Floyds Tod, dass Fass zum Überlaufen brachte, hätte nie geschehen dürfen. Aber ähnliches passiert überall auf der Welt, auch in Deutschland. Deshalb habe ich mich entschlossen Gesicht zu zeigen und machte bei MaximNoise Musikvideo: “Ich kann nicht atmen” mit. Also schaut es euch mal an! Und lasst euch nicht von Rassisten zum Hass verleiten! Denkt kritisch, handelt menschlich und toleriert alle, die anders sind. Jeder ist anders, aber wir sind alle Eins! Jeder Mensch ist wertvoll! Lasst uns zusammenstehen! Für Menschlichkeit, gegen  Rassismus!

Songtext “Ich kann nicht atmen”:

Strophe 1:
Es ist beschämend doch die Lage ist mir vertraut/
Jemand verliert hier sein Leben wegen der Fatrbe seiner Haut/
Auf einmal artet es so aus aber ich warte nicht darauf/
dass jemand aufsteht und was tut sondern ich sage es jetzt laut/
In meinem Namen wird kein Mensch nach seiner Herkunft definiert/
und kein Herz hat es verdient je solche Schmerzen zu verspüren/
da ist ne Leere tief in mir wegen Menschen die meine Werte nicht kapieren/
denn die Kinder dieser Erde das sind wir/
Wir sind zu viele um zu schweigen es ist wieder Zeit zu zeigen/
Aufstehen laut sein Lieder drüber schreiben/
Zeit für Solidarität denn wir sehen das Problem/
Dass die Bösen triumphieren wenn die Guten nichts unternehmen/

Refrain:
Ich kann nicht atmen leise hört man es Dich sagen
Diese Wörter schlagen auf den Magen
Schon seit Tagen nicht geschlafen
Wo sind all die Farben?
Ich kann nicht atmen
Sag wie können sie es wagen?
Es ist nur hart das zu ertragen
doch jetzt haben wir den Schaden
Wo sind all die Farben?

Strophe 2:
Es ist ne Schande dass für andere der Weg auf dem ich wandere/
nicht ebenso geebnet ist wie meiner ich verlange es/
dass nun nach all den Jahren nicht die Haut und ihre Farben/
über den Wert etwas verraten oder Grund sind zuzuschlagen/
Denn zuviele Probleme hier löst man wieder mit Gewalt/
Ich bin Krieger meine Waffe ist die Liebe zur Vielfalt/
Ich respektiere Unterschiede und will Frieden überall/
doch währenddessen stirbt ein Bruder mit nem Knie an seinem Hals/
Wir sind zu viele um zu schweigen es ist wieder Zeit zu zeigen/
Aufstehen laut sein Lieder drüber schreiben/
Zeit für Solidarität denn wir sehen das Problem/
Dass die Bösen triumphieren wenn die Guten nichts unternehmen/

Refrain

Bridge:
Ich hab einen Traum und eines Tages wird er sich erfüllen/
dass sich alle Schwestern und Brüder hier wieder sicher fühlen/
denn wir sind alle eins/
Ich hab einen Traum und eines Tages wird er sich erfüllen/
Dass sich alle Schwestern und Brüder hier wieder sicher fühlen/
und keiner ist allein/

Refrain

Song by MaximNoise 2020

Nachträglich herzlichen Glückwunsch an SOL

Liebe Leser,

ich finde die Spaltung der SAV, die zur Gründung der Sol (Sozialistische Organisation Solidarität) führte zwar sehr traurig, aber ich gratuliere Sol gern zu ihrem 1. Geburtstag, den sie am 8. September feierten. Auf solidaritaet.info findet ihr sehr interessante und politische sehr erhellende Artikel. Ich kennen in meiner Heimatstadt Mitglieder von Sol.

Ich werde demnächst aber, wie ihr euch denken könnt, nicht nur Soziale Themen behandeln, sondern stehe dazu, dass ich mich besonders den GRÜNEN Themen verpflichtet fühle. Das ist mir in vielen Bereichen sogar, teilweise wichtiger!

Ich glaube aber trotzdem, dass ihr euch über Sol informieren solltet, besonders auch als Christdemokraten, Grüne, den Linken mit den SOL etwas verändern wollen und können, und sogar den Liberalen usw. denn ihr könnt viel von ihnen lernen! 

Jesus war nämlich ein Revoluzzer und wäre heutzutage wahrscheinlich Sozialist!

Erfolgreicher Neuaufbau unter erschwerten Bedingungen begonnen

Die Sozialistische Organisation Solidarität (Sol) ist gleichzeitig eine erfahrene und junge Organisation. Formell gegründet wurde sie am 8. September 2019, einen Tag nachdem sich die Sozialistische Alternative (SAV) als Folge einer Spaltung der internationalen Organisation Komitee für eine Arbeiter*inneninternationale (CWI) auf einer Sonderkonferenz in zwei Teile gespalten hatte – und feiert damit in diesem Monat ihren ersten Geburtstag.

Die Minderheit, wozu die Mehrheit des Bundesvorstands und der Bundesleitung gehörte, gründete daraufhin die Sol – allerdings mit dem Selbstverständnis, die Programmatik und Traditionen der SAV weiterzuführen, die von der Mehrheit in einer Reihe wichtiger Fragen aufgegeben worden waren. Dazu gehörten aus Sicht der heutigen Sol-Mitglieder die Verteidigung eines sozialistischen Übergangsprogramms in Massenbewegungen und Wahlkampagnen, eine strategische Orientierung auf Arbeit innerhalb der Gewerkschaften und eine klare Opposition gegen kleinbürgerliche Identitätspolitik.

Bilanz der Spaltung

Nicht alle, die uns in den Jahren zuvor als Mitglieder der SAV gekannt hatten, konnten die Trennung in zwei Organisationen nachvollziehen. Aus unserer Sicht hat die Entwicklung der beiden Organisation auf internationaler Ebene und in Deutschland jedoch bestätigt, dass dieser Schritt eine traurige Notwendigkeit war, um die marxistischen Traditionen und Prinzipien, für die die SAV über 25 Jahre gestanden hatte, zu verteidigen. Hier ist nicht der Platz, um eine umfassende Bilanz der politischen Entwicklung beider Organisationen im letzten Jahr vorzunehmen. Wir werden das in den nächsten Monaten im Rahmen einer geplanten Buchveröffentlichung mit Dokumenten aus dem Fraktionskampf nachholen. Aber es sei nur darauf hingewiesen, dass die SAV während der Corona-Pandemie ein gesundheitspolitisches Programm propagiert hat, das gänzlich im Rahmen der kapitalistischen Verhältnisse verharrte, in dem weder die Begriffe „Kapitalismus“, „Antikapitalismus“ oder „Sozialismus“ vorkamen und das einen linksreformistischen Charakter trug. Genau eine solche Entwicklung hatten wir den Genoss*innen vorher gesagt: dass sie das sozialistische Programm in ein nicht-sozialistisches Minimal- und ein sozialistisches Maximalprogramm trennen und den Massen gegenüber auf die sozialistischen Aspekte verzichten werden. Artikel, in denen sie von den „Privilegien“ des männlichen Teils der Arbeiter*innenklasse und „alten weißen Männern“ schreiben, die sich von kämpferischen Frauen “bedroht” fühlen, zeigen, dass sich die von uns vorher gesagten Anpassung in Richtung kleinbürgerlichem Feminismus entwickelt, genauso wie es in der alten SAV undenkbar gewesen wäre, dass ein führendes Mitglied in seiner Betriebsrats-Funktion öffentlich eine sozialpartnerschaftliche Position einnimmt und die Organisation dazu wochenlang schweigt.*

Sol konsolidiert und gestärkt

Wir haben in der Sol ein großes Augenmerk darauf gelegt, unser Programm unter den Mitgliedern zu klären und mit einer politischen Orientierung auf die Arbeiter*innenklasse und Jugend an den Neuaufbau der Organisation zu gehen. Ergebnis ist unter anderem die Überarbeitung unseres Forderungskatalogs und eine programmatische Broschüre zur Automobilindustrie, die permanente Überarbeitung unseres klar sozialistischen Programms zur Corona-Krise, die tragende Mitarbeit in der Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften (VKG), fortgesetzte Aktivitäten im Bereich der Krankenhäuser und des öffentlichen Dienstes und viele örtliche Kampagnen und Aktivitäten, wie zum Beispiel zur Verteidigung der Arbeitsplätze bei ThyssenKrupp durch die Sol Bochum.

Wir konnten neue Gruppen in Bochum und Hamm bilden und die jungen Ortsgruppen in Mainz und Lemgo festigen. Seit der Gründung der Sol konnten wir unsere Mitgliedschaft um 25 Prozent steigern. Wir unterstützen die CWI-Gruppe in Österreich und konnten helfen, dass auch dort die Mitgliedschaft wächst. Wir führen den Manifest-Verlag weiter (der nicht nur als erster linker Verlag ein Buch mit dem Titel „Pandemische Zeiten“ zur Corona-Krise herausbrachte, sondern auch anlässlich des 80. Todestags Leo Trotzkis insgesamt fünf Titel von und über Trotzki veröffentlicht), geben die Monatszeitung „Solidarität“ heraus und haben mit der Herausgabe eines zwei Mal im Jahr erscheinenden Theoriemagazins unter dem Titel „sozialismus heute“ begonnen. In der LINKEN sind wir weiterhin in einer Reihe von Kreisverbänden und Basisgruppen aktiv und bringen dort sozialistische Positionen ein und beteiligen uns an der AKL als dem linksoppositionellen Zusammenschluss innerhalb der Partei. Viele unserer jungen Mitglieder sind im Jugendverband linksjugend[‘solid] aktiv, so auch in den Landessprecher*innenräten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Wir sind stolz darauf, was wir in diesem einen Jahr auf die Beine gestellt haben und zuversichtlich auf dieser Basis eine starke revolutionär-marxistische Kraft aufzubauen. Wir laden alle Leser*innen ein, mit uns in Diskussion zu treten und dabei mitzumachen.

*= Der Artikel wurde am 28.8. verfasst und erschien zuerst in der Septemberausgabe der Sol-Zeitung “Solidarität”. Am 31.8. veröffentlichte die SAV auf ihrer Webseite einen Artikel und ein Flugblatt zu dem hier angesprochenen Betrieb, in dem jedoch eine kritische Auseinandersetzung mit der Politik und den Äußerungen von Betriebsrat und Gewerkschaft fehlt.

Quelle: https://solidaritaet.info

Buch und Talk “Lass dich nicht ver-rückt machen”

Autorin: Puja Angelika Büche

Angelikas Kampf durchs Musikstudium hat sich gelohnt: Sie ist mit Mitte zwanzig bereits als Cellistin mit Leonhard Bernstein um die Welt gereist und hat seit kurzem einen Lehrauftrag für Cello an der Kölner Universität.

Doch dann tauchen die Stimmen auf, die ihr befehlen zu sterben. Nach ihrem Sprung von einer Brücke wird sie zwangseingewiesen und lebt über Monate in einem für ihre Umwelt unverständlichen, bedrohlichen Albtraum.

Was machst du, wenn du als junge, lebensfrohe Frau plötzlich die Diagnose „Schizophrenie“ bekommst und dein Leben, wie du es kanntest, abrupt endet?
Das vorliegende Buch gibt anhand einer exemplarischen Lebensgeschichte Antworten, und macht Mut, trotz chronischer Erkrankung und Stigmatisierung ein erfülltes und glückliches Leben zu leben.

Für viele Menschen wäre der Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt ein Alptraum. Doch Selbst in der Psychiatrie kann man sich Hals über Kopf verlieben. Und Angelika findet durch die Liebe eines Pflegers die Kraft, weiterzuleben. Warum aber fühlt sie sich auch zu einer Frau hingezogen? Angelika erkundet die schwul-lesbische Szene und ihre eigene Identität, findet neue Freunde und studiert Sozialarbeit.

Aber die Stimmen kommen wieder. Eine mutige Therapeutin nimmt mit ihr zusammen den Kampf gegen ihre inneren Dämonen auf und Angelika beginnt, mit neuen Verhaltens- und Sichtweisen zu experimentieren. Auch durch ihre Freundschaft zu einer buddhistischen Lehrerin gelingt es ihr, sich selbst lieben zu lernen. Sie findet in ihrem Inneren statt hasserfüllter Stimmen zunehmend Kraft und Stille.

Zehn Jahre später betritt sie wieder eine Psychiatrie, diesmal als behandelnde Ergotherapeutin. Dann begleitet sie als selbstständige Sozialarbeiterin jugendliche Straftäter. Von einem Notfall ist sie zu einer Spezialistin für Notfälle geworden…

Rezensionen:

Berührende Patientengeschichte

„Lass dich nicht ver-rückt machen“ ist ein Stück unter die Haut gehende Autobiographie, ergänzt um Ratgeber-Kapitel vor allem für Menschen, die kürzlich die Diagnose Schizophrenie bekommen haben. Aber auch beruflich am Thema Interessierten und Angehörigen der PatientInnen hat dieses Buch viel zu geben. Erstens zeigt sich einmal mehr: Schizophrenie hat viele Gesichter. Zweitens: Die meisten, die sie bekommen, müssen noch immer lange auf die Diagnose und wirksame Therapien warten. Drittens: Nur ein Teil durchlebt nur eine einzige Psychose und wird dann wieder ganz gesund. Für viele sind wiederkehrende Krisen oder chronische Beeinträchtigungen die Realität, der sie sich stellen müssen.
Dass und wie dennoch ein erfülltes Leben möglich ist, zeigt das lebendige, berührende Buch von Puja Angelika Büche.

Ein Buch, das Hoffnung macht

“Lass dich nicht ver-rückt machen” ist ein äußerst facettenreiches Buch, dass viele persönliche Einblicke in die krisenhaften Erfahrungen der Autorin bietet. Es zeigt nicht nur Wege, die in die Krise führen, sondern lässt die Leserin und den Leser teilhaben, wie es die Autorin wieder herausgeschafft und ihre krisenhaften Erfahrungen bewältigt hat. Als schwuler Mann, der ebenfalls psychotische Episoden erlebt hat, haben mich auch besonders ihre Eindrücke aus einer lesbischen Subkultur interessiert. Die Verarbeitung der Krisen durch Therapien, spirituelle und vielfältige andere Techniken machen Mut und zeigen klare Möglichkeiten auf, wie man mit solchen Erfahrungen umgehen kann. Puja Angelika Büche hat einen angenehmen Schreibstil, dem man gerne folgt. Es ist ein Buch, das Hoffnung macht und hilfreiche Tipps aufzeigt, wie man trotz Einschränkungen ein gutes Leben führen kann.

 

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FACTS:
Was ist Schizophrenie?

Die Wirklichkeit (Licht, Farben, Gesichter, Geräusche, Gerüche, Geschmack) wird von dem betroffenen Menschen völlig verändert wahrgenommen. Er hat ein Erlebnis der Eingebung von Stimmen und Gedanken in seinem Kopf. Zusammenhänge werden von ihm aus diesem Grund verkehrt gedeutet, vor allem im persönlichen Bezug zu sich und seinen Mitmenschen. Aus Sicht dieser ist das Benehmen des Betroffenen wie ein Wahn, eine Störung des Denkens.

Freunde und Bekannte fühlen sich verunsichert, weil sie mit dem Kranken nicht so umgehen können, wie sie es normalerweise mit ihm tun. Er ist nicht einsichtig, reagiert eher zornig. Für ihn ist das, was er wahrnimmt, eine GEWISSHEIT. Er fühlt sich bedroht, wenn man ihm seine Wahrheit ausreden will.
Ein akut Erkrankter zeigt sich für Außenstehende scheinbar verrückt. Seine schwer verstehbaren Handlungen und Äußerungen entspringen jedoch keinem Verlust der Intelligenz, sondern sind das Ergebnis seiner Gedanken im Kopf.

Die Folgen davon sind Panik als wichtigstes Element, Niedergeschlagenheit, Leistungsunfähigkeit und der Rückzug aus der Gesellschaft sowie Depression.

Was ist eine Psychose?

Ein Mensch nimmt die Umwelt völlig anders wahr als alle anderen. Er ist nicht in der Lage, Gefühle so anzunehmen, wie sie von seinem Gegenüber ausgesandt werden. Dieser Zwiespalt führt zu ausgeprägten Ängsten. Die Empfindungen werden teilweise von Wahnvorstellungen begleitet. Das bedeutet, dass diese Menschen Dinge sehen und hören, schmecken oder riechen, die in Wirklichkeit gar nicht da sind. Es wäre falsch, sie von der Unmöglichkeit zu überzeugen und es geht auch gar nicht, weil ihre Vorstellungen für sie einfach GEGENWÄRTIG sind.
Sie erhalten Botschaften, die sie verwirren oder fühlen sich von elektrischen Strömungen beeinflusst, möchten das Umfeld davor warnen.

Durch diese Bedürfnisse verspüren die Betroffenen Unruhe, Nervosität, Überempfindlichkeit, Irritierbarkeit, Schlafstörungen. Häufig tragen sie seltsame Kleidung, werden gleichgültig, fühlen sich ständig bedroht und beobachtet. Plötzlich stellen sich völlig ungewohnte Interessen ein z.B. für Religionen oder übernatürliche Dinge und Magie. Ein Weltveränderungsbedürfnis teilen sie völlig überzeugt ihrem Umfeld mit.

Psychosen können in sehr vielfältigen Formen auftreten, die hier nicht alle genannt werden können.
Depressionen machen die Menschen unendlich traurig. Sie ziehen sich zurück, wenn es zu Auseinandersetzungen im Umkreis kommt.

Wissenswertes zu Erkrankungen nachzulesen im Buch: AUSwege finden: Kinder psychisch kranker Eltern sowie im Fanzine: FACTS & STORIES 5 – Seelen-Chaos