Hoffnung am Horizont – TRIXILAND

Hallo liebe Leser,

mein Name ist Chr!s, einige nennen mich aber Kaisi. Ich erinnere mich gern an meine Schulzeit zurück. Es war auch eine Zeit mit einigen schlimmen Erlebnissen, aber ich bin gestärkt daraus hervorgegangen. Jetzt bin ich mal wieder zu Gast in einer Nervenklinik. Dort erging es mir nicht so gut, aber ich habe jetzt die wahren Ursachen meiner seelischen Probleme erkannt.

Ich habe meine Erlebnisse in erdachten Geschichten mit meinen Freunden, den Mad Artists verarbeitet und verfilmt. Ich habe das im Stil eines Comics und Trickfilmen sowie Hörspielen gemacht. Hier ein Einblick in eine Sendung, die ich für das Institut für neue Medien gestaltete:

TRIXILAND – Das Trickfilm-Magazin

Das Institut für neue Medien Rostock produzierte Trickfilm-Magazin TRIXILAND, welches monatlich im Rostocker Offenen Kanal (ROK tv) ausgestrahlt wurde. TRIXILAND stellt den Animationsfilm in den Mittelpunkt und präsentiert Werke verschiedener junger und bald wohl auch älterer Künstler, die sich in der Trickfilmwerkstatt des IfnM ideenreich diesem Genre widmen. Hinzu kommen preisgekrönte Beiträge von Filmfestivals und -Wettbewerben wie dem FiSH Filmfestival im Stadthafen.

Das Magazin „TRIXILAND“ bietet einerseits dem ambitionierten Trickfilm eine Plattform mit großer Reichweite, und gibt zum anderen einen Einblick in die Möglichkeiten, die die Trickfilmwerkstatt für die kreative Arbeit bietet.

Viele Schüler, Studenten, Medienpädagogen, FSJler und andere Medienschaffende aus der ganzen Welt können gern bei der Medienwerkstatt Rostock ihr Werke einreichen! Es wäre mein Traum, dass wir durch TRIXILAND viel mehr Menschen als nur Kinder und Jugendliche erreichen! Es gibt nämlich auch Animationsfilme für Erwachsene!

Wie Mad Artists wollen aber, dass jeder sich diese Filme anschauen kann. Und ich persönlich möchte in den Filmen keine Gewaltverherrlichung sehen, denn wenn ich sie sehe, werde ich sie einfach rausschneiden, so wie es Tele 5 macht, was ich richtig finde! Denn das ist ein toller Sender, den ich liebe!

Wir Mad Artists würden uns freuen, wenn wir es schaffen würden, dass Tele 5  das Trickfilm-Magazin TRIXILAND irgendwann ausstrahlt uns!

Danke im Vorraus!

Euer Chr!s

Die Vergangenheit und Gegenwart der Psychiatrie

Hallo liebe Leser,
heute ist einer der wichtigsten Tage die es gibt, nämlich der Welttag der seelischen Gesundheit! Ich bin Chr!s und hatte leider schon einige persönliche Erfahrungen mit der Psychiatrie. Oft wurde mir geholfen, aber manchmal war es in den Nervenkliniken auch schwierig für mich! Auch wenn wir heute auf das positive schauen sollten, es muss auch an die Vergangenheit erinnert werden! Und wir dürfen die Suizidopfer nicht vergessen. Ihr seid alle wichtig! #DuBistMirWichtig

Die „Woche der Seelischen Gesundheit“ findet jedes Jahr rund um den internationalen Tag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober statt. Eine Woche lang sind Bürger und Bürgerinnen in Berlin und bundesweit eingeladen, die vielfältigen ambulanten und stationären Angebote der psychiatrischen und psychosozialen Einrichtungen in ihrer Umgebung kennen zu lernen. Ziel aller Veranstaltungen ist es, über psychische Krankheiten aufzuklären, Hilfs- und Therapieangebote aufzuzeigen und die Diskussion anzuregen. Ob Vorträge, Workshops, Schnupperkurse, Fachtagungen oder Kunstaustellungen – alle Veranstaltungen tragen dazu bei, Berührungsängste abzubauen und vor allem Betroffene sowie deren Angehörige einzubinden.

Quelle: aktionswoche.seelischegesundheit.net

Kein medizinisches Fachgebiet ist so vielen Irrtümern erlegen wie die Psychiatrie. Die “Aktion T4” aus der Nazizeit zählt für mich zu den größten und schrecklichsten Fehlern, ja Verbrechen!

Aber die sogenannte Eugenik existierte schon viel länger und wurde bereits seit 1883 angewandt. In der Nazizeit ab 1933 wurden Menschen mit seelischen Krankheiten, geistig und körperlich behinderte Menschen dann sterilisiert, verhungern gelassen und vergast oder anders hingerichtet. Die Nationalsozialistische Rassenhygiene diente zur Rechtfertigung von Massenmorden an als „lebensunwert“ definierten Menschen und zu grausamen Menschenversuchen in verschiedenen Konzentrationslagern.

Heute ist all das Vergangenheit. Aber an vielen Vorurteilen gegenüber Menschen mit seelischen Problemen hat sich nicht viel geändert und das liegt zum Teil daran, dass sie früher einfach weggesperrt wurden. Verweildauer in “Irrenanstalten” waren damals oft mehrere Jahre bis lebenslang. Heute ist die Durchschnittsverweildauer in Nervenklinken acht Wochen.

Menschen mit psychischen Problemen leiden sehr unter den Vorurteilen der “Normalos”. Man nennt das auch Stigma oder zweite Krankheit. Eigentlich ist dies ja zum größten Teil das Problem, der Menschen, die sich für normal halten, denn das Stigma beruht auf der Angst vor dem der anders ist. Nicht nur die Angst spielt eine große Rolle, denn sie wird von Halbwissen und schlechtweg falschen Annahmen geschürt. Auch Sucht zählt für mich zu den psychischen Erkrankungen, denn die Menge macht das Gift! Und Sucht geht fast immer mit seelischen Problemen und riesigem Leidensdruck einher!

Ich möchte mal mit einigen der Vorurteile gegenüber Menschen mit psychischen Problemen und suchtkranken Menschen aufräumen, stellvertretend für die große Anteil der seelisch Gehandicapten von 10-20 % an der Bevölkerung:

  • Sucht ist keine Charakterschwäche, sondern ebenfalls eine seelische Erkrankung
  • Depressive sind nicht faul, sondern antriebslos, nicht mal unbedingt immer traurig
  • Schizophrenie ist keine gespaltene Persönlichkeit, sondern ist durch Störungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Gefühlswelt gekennzeichnet
  • psychische Erkrankungen sind nicht selten, sondern man kann sie als Volkskrankheit bezeichnen
  • psychotische Menschen sind im Durchschnitt nicht gewalttätiger als die Gesunden
  • ein psychisches Handicap ist keine geistige Behinderung, es kann jeden treffen

Deshalb solltet ihr „Normalos“ mit uns ganz normal umgehen. Die Horrorbilder einer Psychiatrie, die ihr vielleicht aus Film und Fernsehen kennt, stimmen nur bedingt. Allerdings ist es in einer geschlossenen Station trotzdem ganz und gar nicht lustig.

Es gibt hier in Deutschland zwar keine Zwangsjacken, stattdessen gibt es Fixierung an den Betten, das finde ich persönlich sogar noch schlimmer, weil man dann nicht um herlaufen und es zu traumatischen Erlebnissen führen kann.

Es ist auch bestimmt für das Personal, das sich nicht anders zu helfen weiß, eine schmerzliche Erfahrung. Doch es werden in einigen Kliniken auch Menschen angeschnallt, die für sich und andere keine Gefahr sind und diese Anzahl an Personen ist leider zu hoch. Ich habe schon erlebt, dass alte, gebrechliche oder mit Medikamenten vollgepumpte Menschen, angeschnallt wurden, da sie vom Bett fallen könnten. Aber viel hat sich Dank der neuen Gesetze auch geändert. Und eine offene Station ist manchmal echt wie Urlaub! In einer offenen Station kann man sich frei bewegen und heutzutage sind die meisten Stationen offen.

Doch nicht nur in den Kliniken, sondern auch später, wenn die Betroffenen entlassen sind, haben sie zu kämpfen, da meiner Meinung nach eine richtige Integration oder gar Inklusion noch nicht ganz geschafft wurde. Oft arbeiten von seelischen Problemen Betroffene in Werkstätten und verpacken Ballons zusammen mit geistig behinderten Menschen. Es fehlt der Kontakt zu den gesunden Menschen, das stört mich. Es wäre besser, wenn in solchen Werkstätten auch “Normalos” arbeiten würden, zum Beispiel als Sozialstundenleistende, auch wenn das komisch klingt. Auch in den Wohngruppen sind die Betroffenen unter sich.

Es gibt viele Menschen, für die das Konzept der psychiatrischen Hilfen nicht ausreicht. Das sind vor allem junge Menschen. Oder Menschen wie ich im Erwachsenenalter. Diese haben in vielen Fällen zwar einen Job, doch was ist, wenn man von ihrer Erkrankung erfährt? Ich kannte das. Ich rannte von Maßnahme zu Maßnahme, machte Praktika und fand trotzdem keinen Job. Oder gerade deshalb, denn wenn die Firmen Praktikanten haben, brauchen sie ja nicht zahlen, andererseits geht man gerade dann, wenn man sich eingearbeitet hat.

Ich habe sehr viele Praktika gemacht und bin stolz darauf! Ich arbeitete im Krankenhaus, im Copyshop und als Bürokaufmann und am Institut für neue Medien Rostock und Werbefirmen. Dadurch merkte ich, dass wir seelisch gehandicapten Menschen viel drauf haben, wenn man an uns glaubt!  Und ich bin Mitglied und Vorstandsmitglied a.D. des Landesverbandes seelische Gesundheit M-V e.V. sowie Mitarbeiter des EX-IN Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Mein Comicfanzine, das demnächst auch eine EX-IN-Ausgabe bekommt ist besonders für Jugendliche und Erwachsene gedacht. Doch es gibt auch Kinder mit psychischen Problemen! Für die Kinder psychisch kranker Eltern, gibt es oft noch wenig Hilfen. Die Hilfe kommt dann oft erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und selbst erkrankt. Und dann haben die Psychiater wieder was für ihre Statistiken, denn heute wie damals gilt die Annahme, dass viele psychische Krankheiten erblich sind. Ich hingegen glaube, dass die Ärzte viel mehr, die Ursachen, und die sind seelisches Leid, bekämpfen sollten, anstatt nur Medikamente zu verabreichen, also die Symptome zu bekämpfen. Oft ist eine Tablette schneller gegeben als ein heilsames Wort geschenkt ist.

Ich glaube ganz fest, dass wir, wenn wir den anderen so akzeptieren wie er ist, also mit all seinen Macken, eine bessere und gerechtere Welt aufbauen können. Und außerdem müssen wir alle etwas gemeinsam dafür tun, nämlich zusammenhalten um gemeinsam alles zum Positiven zu verändern, unzwar für ALLE!

Euer Chr!s!

KOLUMNE: Digedags als Trickserie – Die Helden des Mosaiks

DDR-Comic als Film

Die Digedags – das war die Antwort der DDR auf Micky Maus. In der DDR waren Comics allerdings verboten. Das kann man sich heute gar nicht vorstellen! Der Trick war einfach, das man die Comics, die in der DDR erschienen, als Bildergeschichten bezeichnete. Der Zeichner Hannes Hegen veröffentlichte das erste Mosaik-Heft 1955, das letzte 1975. Danach folgten die Abrafaxe. Jetzt soll es eine Digedags-Serie geben!

Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/ddr-comic-als-film-100.html

Es gab auch einen Film mit den Abrafaxen der inzwischen auch schon fast 18 Jahre alt ist. Er kommt aus dem Jahr 2001, ist also fast volljährig. Jetzt sollen die Abenteuer der Digedags verfilmt werden. So wie auch im Abrafaxe-Film, sind die Figuren sehr modern anzusehen, was einige der alten Fans bestimmt ärgert. Ich musste mich auch erst daran gewöhnen, freue mich aber schon auf die Serie, die 2021 ins TV kommen soll!

Quelle: https://marvistamedia.de/

Inzwischen gibt es schon das 750 Heft der Mosiak-Reihe, Es gab 229 Hefte mit den Digedags und 521 Hefte mit den Abrafaxen. Dieses Jubiläum wurde aber meiner Meinung nach nicht genug gewürdigt!! Da gebe ich dem YouTuber Kaine recht! Ich hätte mich sehr gefreut, wenn es ein besonderes Cover gegeben hätte und auch die Digedags mehr einbezogen worden wären. Und ein Bericht über dieses tolle Serien-Projekt hätte doch fantastisch ins neue Mosaik gepasst! Also hier Kaines Meinung:

Aber es ist sagenhaft auf eine so lange Geschichte zurücksehen zu können und daher Herzlichen Glückwunsch an die Macher und Leser des Mosaiks! Denn ohne die Treue der Leser hätte dieses tolle Projekt nicht weiterbestehen können! Nach der Wende 1990 wäre das Mosaik fast von der Treuhand abgewickelt worden, aber die Macher schaften es weiterzumachen! Und so erscheint das Mosaik ohne Unterbrechung seit 1955 ununterbrochen.

Danke an die Künstler und Mitarbeiter!

Euer Fan Christian Kaiser

Zukunft der psychiatrischen Versorgung

EX-IN und die Zukunft des Gesundheitswesens

In der deutschen Psychiatrie-Landschaft gab es lange Zeit keine Einbeziehung Psychiatrie-Erfahrener. Mit EX-IN ändert sich das nun. In diesem Artikel sollen die Chancen aber auch die Herausforderungen für Mitarbeiter in der Sozialpsychiatrie dargestellt werden.

Die EX-IN-Ausbildung

Die EX-IN-Ausbildung schließen die Teilnehmer auch hier in M-V mit dem Zertifikat: Experten durch Erfahrung in der Gesundheitsversorgung, ab. Sie beschäftigen sich damit, wie ihre Krise ausgelöst wurde, wie sie sie erlebten und was sie von innen und außen unterstützt hat herauszukommen. Also sie erlernen das Leben mit allen Einschränkungen zu leben. Die Teilnehmer erfahren auf diesem Weg, dass sich nichts ändern kann ohne, dass sie nicht selbst etwas dafür tun. In der Ausbildung erlernen sie diese Erfahrung einzusetzen um andere Betroffene zu unterstützen.

Herausforderung in der Zusammenarbeit:

Gerade zu Beginn ist die Rolle des Genesungsbegleiters ungewohnt und es können Irritationen und Unsicherheiten im Unternehmen auftreten. Es gibt die Frage nach dem Wert der Professionalität und der Erfahrung. Oft können EX-INler, die das Team eigentlich tatkräftig unterstützen sollten, als Klienten gesehen werden. Entsprechend wird auf sie reagiert, auch von „echten Klienten“. Eine Gefahr ist auch, das der Begleiter nicht ausreichend in die Rolle eingeführt wird, die Bedenken nicht ausreichen gesehen und vor allem die Aufgabenbereiche nicht klar definiert werden. Auch der Anpassungsdruck kann zu Gefahr werden. Doch die Vorteile von EX-IN überwiegen stark!

Chancen durch EX-INler:

Natürlich können EX-INler auch wieder erkranken, doch gerade dadurch zeigen sie das Mensch-Sein durchaus brüchig ist und auch sein darf. Die künstliche Trennen zwischen stark und schwach sowie krank und gesund hilft niemanden, schon gar nicht den psychisch kranken Menschen.

Die EX-INler machen deutlich, das es den Klienten nicht hilft, wenn andere ihnen vorschreiben, was gut für sie ist. Es gilt, dass das die Klienten selbst für sich herausfinden müssen und nicht bevormundet werden sollten. Natürlich müssen Mitarbeiter manchmal die Verantwortung für Klienten übernehmen, doch sie sollte auch wieder zurückgegeben werden.

Chancen für professionell tätige Mitarbeiter und die Organisation

Die Einbeziehung von EX-INlern bietet Anstoß zur Weiterentwicklung und bereichert die Teams und Organisationen:

  • Die gemeinsame Bearbeitung unterschiedlicher Themen führt zu neuen Erkenntnissen bei den Profis, auf die sie sonst nie gekommen wären.

  • Die Achtsamkeit der Mitarbeitenden und der Teams im Umgang mit den Klienten und sich selbst wird durch den anderen Blickwinkel der Genesungsbegleiter erhöht.

  • Durch den Austausch mit Peerbegleitern können sich die Mitarbeiter ihr eigenes Handeln hinterfragen und zu neuen Lösungsideen kommen.

  • Gemeinsam kann herausgearbeitet werden, wie die Wirksamkeit von Angeboten erhöht werden kann. Das Erfahrungswissen ist sehr hilfreich um vor der Übernahme von zu viel Verantwortung, unrealistischen Zielen und zu hohen Qualitätsansprüchen zu schützen.

  • Gelingt die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten, bieten die EX-INler die Möglichkeit, die Organisation und die Unterstützungsmöglichkeiten zu reflektieren.

  • Die Verschiedenheit in Rollen und Sichtweisen sowie der Aufgaben kann gelebt und die Achtsamkeit in der Organisation erhöht werden.

  • Unterschiedliche Zugänge zum Klienten bringen neu Wege und Lösungen.

FAZIT:

Die Einbeziehung von Menschen, die durch die Erfahrung mit ihren eigenen seelischen Problemen währen der EX-IN-Ausbildung gelernt haben in der Sozialpsychiatrie erfolgreich mitzuarbeiten, können zur großen Bereicherung werden, wenn man sie nur lässt! Dabei soll nicht verschwiegen werden, dass selbst einige Betroffene Berührungsängste mit Genesungsbegleitern haben, die schließlich selbst seelische Probleme und eine Diagnose haben. Sie glauben, die sog. Peer-Berater wären selbst zu schwach um zu helfen. Eine solche Ansicht herrscht teilweise auch bei den Profis! Doch es wird bewiesen werden, das sich EX-INler ein großer Zugewinn sind und sich auf Augenhöhe begreifen können!