PEACE Black Lives Matter! + FILMTIPP

KOLUMNE von Christian Kaiser: 

Hallo, ich heiße Christian und bin ein hellhäutiger Mensch. Aber trotzdem solidarisiere ich mich mit der #BlackLivesMatter Bewegung, da ich Rassenhass nicht länger hinnehmen will.

Außerdem habe ich schon selbst, wenn auch nur einmal Polizeigewalt erlebt. Nicht aus rassistischen Gründen, aber schlimm war es trotzdem. In der Rostocker Nervenklinik wurde ich von drei Polizisten auf den Boden gedrückt und das für mich eine schier unendliche Minute, wobei mir ein Polizist das Knie auf dem Kopf presste und ich richtig wimmern musste vor Angst. Ich hatte die Polizei selbst rufen lassen, als sie dann ankamen, schubste ich einen von Ihnen, weil sie mich auslachten. Also ich fand die Reaktion total übertrieben, aber so wie ich die Polizisten erlebte, machte ihnen das auch noch Spaß! Das finde ich nicht hinnehmbar!

Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich sie als Nazis beschimpfte und das war nicht richtig! Denn ich wusste das nicht. Die drei hatten einfach nur Glatzen. 

Und ich muss auch sagen, dass mir zwei Polizisten auch schon mal das Leben vor einer Straßenbahn retteten. Und dafür bin ich ihnen unendlich dankbar!!!

Und zudem habe ich schon erlebt, wie sich ein Mensch aus einem anderen Land fühlen muss. Als ich ungefähr neun war, wurde ich von einem Glatzkopf mit: “Blöder Türke!” betitelt. Daran kann ich mich noch heute lebhaft erinnern. Wenn ihr lest wo ich herkomme, nämlich Rostock, werden die meisten von euch an das Progrom von Lichtenhagen denken müssen. Und tatsächlich hatte ich dieses Erlebnis auch nur ein paar Tage vorher. Zum Glück erlebte ich es nicht live mit, wie diese Rassisten das Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen anzündeten, aber ich verfolgte alles im Fernsehen mit und war schockiert!

Diese Erlebnisse trugen dazu bei, dass ich genau das Gegenteil eines Rassisten wurde, nämlich weltoffen! Allerdings fiel es mir anfangs doch schwer auf Mensch aus anderen Ländern zu zu gehen.

Und deshalb lege ich euch einen Film ans Herz, auch wenn es nicht um schwarze Menschen geht, es geht um Menschen aus anderen Krisengebieten in der Welt. Wie geht es Menschen aus fernen Ländern, die Krieg erleben?! Und wie geht es uns Deutschen, wenn unsere Heimat genauso bedroht ist? Aber nicht von den Migranten sondern von Baggern, Das seht ihr hier: 

 

Was mit George Floyds Tod, dass Fass zum Überlaufen brachte, hätte nie geschehen dürfen. Aber ähnliches passiert überall auf der Welt, auch in Deutschland. Deshalb habe ich mich entschlossen Gesicht zu zeigen und machte bei MaximNoise Musikvideo: “Ich kann nicht atmen” mit. Also schaut es euch mal an! Und lasst euch nicht von Rassisten zum Hass verleiten! Denkt kritisch, handelt menschlich und toleriert alle, die anders sind. Jeder ist anders, aber wir sind alle Eins! Jeder Mensch ist wertvoll! Lasst uns zusammenstehen! Für Menschlichkeit, gegen  Rassismus!

Songtext “Ich kann nicht atmen”:

Strophe 1:
Es ist beschämend doch die Lage ist mir vertraut/
Jemand verliert hier sein Leben wegen der Fatrbe seiner Haut/
Auf einmal artet es so aus aber ich warte nicht darauf/
dass jemand aufsteht und was tut sondern ich sage es jetzt laut/
In meinem Namen wird kein Mensch nach seiner Herkunft definiert/
und kein Herz hat es verdient je solche Schmerzen zu verspüren/
da ist ne Leere tief in mir wegen Menschen die meine Werte nicht kapieren/
denn die Kinder dieser Erde das sind wir/
Wir sind zu viele um zu schweigen es ist wieder Zeit zu zeigen/
Aufstehen laut sein Lieder drüber schreiben/
Zeit für Solidarität denn wir sehen das Problem/
Dass die Bösen triumphieren wenn die Guten nichts unternehmen/

Refrain:
Ich kann nicht atmen leise hört man es Dich sagen
Diese Wörter schlagen auf den Magen
Schon seit Tagen nicht geschlafen
Wo sind all die Farben?
Ich kann nicht atmen
Sag wie können sie es wagen?
Es ist nur hart das zu ertragen
doch jetzt haben wir den Schaden
Wo sind all die Farben?

Strophe 2:
Es ist ne Schande dass für andere der Weg auf dem ich wandere/
nicht ebenso geebnet ist wie meiner ich verlange es/
dass nun nach all den Jahren nicht die Haut und ihre Farben/
über den Wert etwas verraten oder Grund sind zuzuschlagen/
Denn zuviele Probleme hier löst man wieder mit Gewalt/
Ich bin Krieger meine Waffe ist die Liebe zur Vielfalt/
Ich respektiere Unterschiede und will Frieden überall/
doch währenddessen stirbt ein Bruder mit nem Knie an seinem Hals/
Wir sind zu viele um zu schweigen es ist wieder Zeit zu zeigen/
Aufstehen laut sein Lieder drüber schreiben/
Zeit für Solidarität denn wir sehen das Problem/
Dass die Bösen triumphieren wenn die Guten nichts unternehmen/

Refrain

Bridge:
Ich hab einen Traum und eines Tages wird er sich erfüllen/
dass sich alle Schwestern und Brüder hier wieder sicher fühlen/
denn wir sind alle eins/
Ich hab einen Traum und eines Tages wird er sich erfüllen/
Dass sich alle Schwestern und Brüder hier wieder sicher fühlen/
und keiner ist allein/

Refrain

Song by MaximNoise 2020

Der verlorene Sommer + Filmtipps

Hallo, mein Name ist Chr!s. Ich glaube ganz fest, dass wenn ich Kinder habe, ich auch den Mut finden werde, auf sie zu zu gehen. Vielleicht hört es sich echt total  komisch an. Aber ich glaube dran. Es wäre auch schön, wenn wenigstens einer den ersten Schritt macht. Auch wenn ich das müsste, aber zur Zeit fällt es mir echt schwer. Ich will wieder Sport machen, so wie ich früher American Football gespielt habe, es war eine tolle Zeit! Und ich vermisse Whiti, Robin und Rene! Schon viele Geburtstage, Weihnachtsfeste und Zeiten, in den man eigentlich Urlaub macht, verbrachte ich in der Klapper oder war nahe einem Nervenzusammenbruch.

Eigentlich bin ich bipolar, doch wohl auch Autist. So sehe ich mich jedenfalls. Aber das ist mir egal! Ich bin gerade diesen Sommer in der Nervenklinik. Und das ist mir eben nicht egal. Denn meine Stimmungschwankungen und meine überschäumende Fantasie gehören zu mir, wie Furchur nach Phantasien…

In meinen Träumen war ich schon oft in Phantasien, aber ich kann Bastian Balthasar Bux nur aus dem Kino. Das Buch: “die Unendliche Geschichte” habe ich noch nicht ganz durchgelesen. Aber, ich weiß: Phantasien ist das Land der menschlichen Fantasie. Aber es ist bedroht, weil wir nicht mehr glauben. Wir glauben nur noch den Medien! Sei es Internet, Fernsehen, oder Zeitung…

Keiner glaubt mehr wirklich an sich selbst, weil leider viele Menschen, gerade die Reichen im Konsum ihren Gott gefunden haben. Es gibt Hochbegabte und Menschen mit Behinderung. Menschen verschiedener Hautfarbe und Linke und Rechte. Und Christen, Moslems, Muslime, Buddhisten, Hindus, Atheisten und Menschen aller Hautfarbe und Religion. Manchmal denke ich, dass kann Gott doch nicht zulassen, Kriege, Umweltzerstörung usw.
Ich war immer anders als die anderen, aber fühlte mich trotzdem wohl. Früher habe ich mich jedoch auch wie ein Marsmensch gefühlt. Aber jetzt spüre ich, dass ich auf die Erde gehöre und geliebt werde, von meiner Familie und meinen Freunden. Meinen Vater empfinde ich manchmal als schwierig, aber er ist trotzdem toll! Ohne ihn währe ich nicht der, der ich bin. Ich wäre auch nie hier gelandet ohne Vati und Mutti! Egal was ihr macht, meine Gefühle für euch werden sich niemals ändern! Im Film: “Mein Kind vom Mars” geht es auch um einen Jungen, der anders ist, aber seht selbst.

Ich frage mich, wenn ich mir die Welt so anschaue: “Was wollt ihr wirklich?! Wollt ihr ein dickes Auto fahren, oder die Natur retten? Wollt ihr Musik machen, oder sie nur hören? Oder wollt ihr wirklich was bewegen? Anfangen könnt ihr schon heute! Verändert die Welt! Ihr könnt es! Das weiß ich!” Mein Sommer in der Psychiatrie war nicht so toll, aber es war doch kein verlorener Sommer, denn ich habe neue Freunde kennengelernt, oder hoffentlich gute Kumpels! Und hier noch ein toller Filmtipp zum Thema:

Auch wenn ich wohl psychische Probleme habe, sie sind da, um sie zu lösen. Und wenn es in eurer Klasse oder in Ihrem Betrieb Menschen mit psychischen Leiden gibt: Schaut nicht weg!

Also, auf Bald, Euer Chr!s

Nachträglich herzlichen Glückwunsch an SOL

Liebe Leser,

ich finde die Spaltung der SAV, die zur Gründung der Sol (Sozialistische Organisation Solidarität) führte zwar sehr traurig, aber ich gratuliere Sol gern zu ihrem 1. Geburtstag, den sie am 8. September feierten. Auf solidaritaet.info findet ihr sehr interessante und politische sehr erhellende Artikel. Ich kennen in meiner Heimatstadt Mitglieder von Sol.

Ich werde demnächst aber, wie ihr euch denken könnt, nicht nur Soziale Themen behandeln, sondern stehe dazu, dass ich mich besonders den GRÜNEN Themen verpflichtet fühle. Das ist mir in vielen Bereichen sogar, teilweise wichtiger!

Ich glaube aber trotzdem, dass ihr euch über Sol informieren solltet, besonders auch als Christdemokraten, Grüne, den Linken mit den SOL etwas verändern wollen und können, und sogar den Liberalen usw. denn ihr könnt viel von ihnen lernen! 

Jesus war nämlich ein Revoluzzer und wäre heutzutage wahrscheinlich Sozialist!

Erfolgreicher Neuaufbau unter erschwerten Bedingungen begonnen

Die Sozialistische Organisation Solidarität (Sol) ist gleichzeitig eine erfahrene und junge Organisation. Formell gegründet wurde sie am 8. September 2019, einen Tag nachdem sich die Sozialistische Alternative (SAV) als Folge einer Spaltung der internationalen Organisation Komitee für eine Arbeiter*inneninternationale (CWI) auf einer Sonderkonferenz in zwei Teile gespalten hatte – und feiert damit in diesem Monat ihren ersten Geburtstag.

Die Minderheit, wozu die Mehrheit des Bundesvorstands und der Bundesleitung gehörte, gründete daraufhin die Sol – allerdings mit dem Selbstverständnis, die Programmatik und Traditionen der SAV weiterzuführen, die von der Mehrheit in einer Reihe wichtiger Fragen aufgegeben worden waren. Dazu gehörten aus Sicht der heutigen Sol-Mitglieder die Verteidigung eines sozialistischen Übergangsprogramms in Massenbewegungen und Wahlkampagnen, eine strategische Orientierung auf Arbeit innerhalb der Gewerkschaften und eine klare Opposition gegen kleinbürgerliche Identitätspolitik.

Bilanz der Spaltung

Nicht alle, die uns in den Jahren zuvor als Mitglieder der SAV gekannt hatten, konnten die Trennung in zwei Organisationen nachvollziehen. Aus unserer Sicht hat die Entwicklung der beiden Organisation auf internationaler Ebene und in Deutschland jedoch bestätigt, dass dieser Schritt eine traurige Notwendigkeit war, um die marxistischen Traditionen und Prinzipien, für die die SAV über 25 Jahre gestanden hatte, zu verteidigen. Hier ist nicht der Platz, um eine umfassende Bilanz der politischen Entwicklung beider Organisationen im letzten Jahr vorzunehmen. Wir werden das in den nächsten Monaten im Rahmen einer geplanten Buchveröffentlichung mit Dokumenten aus dem Fraktionskampf nachholen. Aber es sei nur darauf hingewiesen, dass die SAV während der Corona-Pandemie ein gesundheitspolitisches Programm propagiert hat, das gänzlich im Rahmen der kapitalistischen Verhältnisse verharrte, in dem weder die Begriffe „Kapitalismus“, „Antikapitalismus“ oder „Sozialismus“ vorkamen und das einen linksreformistischen Charakter trug. Genau eine solche Entwicklung hatten wir den Genoss*innen vorher gesagt: dass sie das sozialistische Programm in ein nicht-sozialistisches Minimal- und ein sozialistisches Maximalprogramm trennen und den Massen gegenüber auf die sozialistischen Aspekte verzichten werden. Artikel, in denen sie von den „Privilegien“ des männlichen Teils der Arbeiter*innenklasse und „alten weißen Männern“ schreiben, die sich von kämpferischen Frauen “bedroht” fühlen, zeigen, dass sich die von uns vorher gesagten Anpassung in Richtung kleinbürgerlichem Feminismus entwickelt, genauso wie es in der alten SAV undenkbar gewesen wäre, dass ein führendes Mitglied in seiner Betriebsrats-Funktion öffentlich eine sozialpartnerschaftliche Position einnimmt und die Organisation dazu wochenlang schweigt.*

Sol konsolidiert und gestärkt

Wir haben in der Sol ein großes Augenmerk darauf gelegt, unser Programm unter den Mitgliedern zu klären und mit einer politischen Orientierung auf die Arbeiter*innenklasse und Jugend an den Neuaufbau der Organisation zu gehen. Ergebnis ist unter anderem die Überarbeitung unseres Forderungskatalogs und eine programmatische Broschüre zur Automobilindustrie, die permanente Überarbeitung unseres klar sozialistischen Programms zur Corona-Krise, die tragende Mitarbeit in der Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften (VKG), fortgesetzte Aktivitäten im Bereich der Krankenhäuser und des öffentlichen Dienstes und viele örtliche Kampagnen und Aktivitäten, wie zum Beispiel zur Verteidigung der Arbeitsplätze bei ThyssenKrupp durch die Sol Bochum.

Wir konnten neue Gruppen in Bochum und Hamm bilden und die jungen Ortsgruppen in Mainz und Lemgo festigen. Seit der Gründung der Sol konnten wir unsere Mitgliedschaft um 25 Prozent steigern. Wir unterstützen die CWI-Gruppe in Österreich und konnten helfen, dass auch dort die Mitgliedschaft wächst. Wir führen den Manifest-Verlag weiter (der nicht nur als erster linker Verlag ein Buch mit dem Titel „Pandemische Zeiten“ zur Corona-Krise herausbrachte, sondern auch anlässlich des 80. Todestags Leo Trotzkis insgesamt fünf Titel von und über Trotzki veröffentlicht), geben die Monatszeitung „Solidarität“ heraus und haben mit der Herausgabe eines zwei Mal im Jahr erscheinenden Theoriemagazins unter dem Titel „sozialismus heute“ begonnen. In der LINKEN sind wir weiterhin in einer Reihe von Kreisverbänden und Basisgruppen aktiv und bringen dort sozialistische Positionen ein und beteiligen uns an der AKL als dem linksoppositionellen Zusammenschluss innerhalb der Partei. Viele unserer jungen Mitglieder sind im Jugendverband linksjugend[‘solid] aktiv, so auch in den Landessprecher*innenräten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Wir sind stolz darauf, was wir in diesem einen Jahr auf die Beine gestellt haben und zuversichtlich auf dieser Basis eine starke revolutionär-marxistische Kraft aufzubauen. Wir laden alle Leser*innen ein, mit uns in Diskussion zu treten und dabei mitzumachen.

*= Der Artikel wurde am 28.8. verfasst und erschien zuerst in der Septemberausgabe der Sol-Zeitung “Solidarität”. Am 31.8. veröffentlichte die SAV auf ihrer Webseite einen Artikel und ein Flugblatt zu dem hier angesprochenen Betrieb, in dem jedoch eine kritische Auseinandersetzung mit der Politik und den Äußerungen von Betriebsrat und Gewerkschaft fehlt.

Quelle: https://solidaritaet.info

Hoffnung am Horizont – TRIXILAND

Hallo liebe Leser,

mein Name ist Chr!s, einige nennen mich aber Kaisi. Ich erinnere mich gern an meine Schulzeit zurück. Es war auch eine Zeit mit einen schlimmen Erlebnissen, aber ich bin gestärkt daraus hervorgegangen. Jetzt bin ich mal wieder zu Gast in einer Nervenklinik. Dort erging es mir nicht so gut, aber ich habe jetzt die wahren Ursachen meiner seelischen Probleme erkannt.

Ich habe meine Erlebnisse in erdachten Geschichten mit meinen Freunden, den Mad Artists verarbeitet und verfilmt. Ich habe das im Stil eines Comics und Trickfilmen sowie Hörspielen gemacht. Hier ein Einblick in eine Sendung, die ich für das Institut für neue Medien gestaltete:

TRIXILAND – Das Trickfilm-Magazin

Das Institut für neue Medien Rostock produziert ein Trickfilm-Magazin, welches monatlich im Rostocker Offenen Kanal (ROK tv) ausgestrahlt wird. TRIXILAND stellt den Animationsfilm in den Mittelpunkt und präsentiert Werke verschiedener junger Künstler, die sich in der Trickfilmwerkstatt des IfnM ideenreich diesem Genre widmen. Hinzu kommen preisgekrönte Beiträge von Filmfestivals und -Wettbewerben wie dem FiSH – Filmfestival im Stadthafen.

Das Magazin „TRIXILAND“ bietet einerseits dem ambitionierten Trickfilm eine Plattform mit großer Reichweite, und gibt zum anderen einen Einblick in die Möglichkeiten, die die Trickfilmwerkstatt für die kreative Arbeit bietet.

 

Lus Bücher…

Sie heißt Luise, aber die meisten nennen sie Lu. 2017 hat sie angefangen über ihr Leben zu schreiben, was bis dahin nicht gerade sehr einfach war, es gab mehr Tiefs als Hochs. Aber warum hat sie überhaupt angefangen zu schreiben und dann gerade noch über ihr Leben?

Sie war schon immer anders als andere und hat Dinge im Leben erlebt, die zu keiner gesunden Entwicklung ihrer Psyche beigetragen haben. Als sie dann 2013 das erste Mal in der Psychiatrie hier in Rostock war, hat sie gedacht es sei Endstation und sie werde ihr Leben nicht mehr frei gestalten und leben können. Sie glaubte alles verloren zu haben, was sie sich bis dahin mit viel Mühe aufgebaut hatte.

Sie hat Diagnosen bekommen von den sie vorher wenig oder gar nichts wusste und fühlte sich sehr alleine. Da kam schon immer der Gedanke, eigentlich müsste sie ein Buch schreiben aber so richtig wusste sie zu dem Zeitpunkt noch nicht wie und ob es sich lohnt. Bis sie Ende 2016 eine sehr gute Freundin nochmals drauf angesprochen hat und sagte: „Lu du musst das mal aufschreiben, was du bis jetzt alles erlebt hast!“, und so kam es das ihr erstes Buch 2017 fertig war und in die Veröffentlichung ging. Stolz sagt sie:

Und ja was soll ich sagen mittlerweile habe ich 3 Bücher über mein Leben geschrieben .Es geht in den Büchern um Therapien, Klage vor dem Sozialgericht, um Gedanken und Gefühle, was die Erkrankungen mit mir und meinem Umfeld macht und der Umgang mit Skills. Alle 3 Bücher haben maximal 108 Seiten. Ich lasse meine Bücher über Bookmundo vertreiben das heißt das die Bücher erst ab Bestellung gedruckt und gebunden werden. Ich wollte nie zu einem großen Verlag mit meinen Büchern, weil ich ganz alleine entscheide was rein gehört und was nicht, der Leser soll nicht das Buch zu klappen und weinen sondern er soll an sich glauben und seinen Träumen folgen und Mut finden sein Leben zu leben. Das ist mir ganz wichtig, dass die Menschen merken, dass sie nicht alleine sind.

Die Bücher sind für alle geeignet die sich mit dem Thema Depression und Borderline auseinandersetzten wollen. Es wird auch ganz kurz das Thema Posttraumatisch Belastungsstörung sowie Schmerzmittel Abhängigkeit angeschnitten . Es ist nicht nur für Betroffene geschrieben sondern wirklich für alle auch in sehr leichter Sprache. Ich wollte nie ein Fachbuch raus bringen sondern ein ganz einfaches Buch. Um mit Menschen in den Austausch zu kommen und meine Welt zu erklären und zu zeigen, nur so können wir aufeinander zugehen um Barrieren abzubauen.

Im Juli 2020 ging das Manuskript auf Reisen und so wie es aussieht wird das nächste Buch über mein Leben 2021 dann erhältlich sein. Es werden ca. 12 Kapitel sein, die euch dann wieder mit auf eine Reise nehmen, die euch Mut machen soll. Wer es bis dahin nicht aushalten kann, und die ersten 3. Bücher nicht kennt kann sich die Zeit bis dahin noch versüßen. Wenn alles gut geht werde ich dieses Jahr vielleicht noch 3 Lesungen haben aber das entscheidet sich wie es mit Corona weitergeht. Bis dahin heißt es erstmal warten und am 4. Manuskript schreiben.

Luise Müller

Filmtipp “4 Könige” von 2015

Man merkt, dass das Thema Menschen mit psychischen Problemen immer mehr an Bedeutung gewinnt und dass es immer mehr Filme zu diesem Thema gibt. Doch das neue daran ist, dass viele dieser neuen Filme aufklären und Mut machen und nicht mehr nur der bloßen Unterhaltung dienen.

Ich möchte euch einen Film vorstellen, der zu Weihnachten spielt, aber zu jeder Zeit gesehen werden kann, nicht nur zu Weihnachten. Es geht um die Jugendpsychiatrie und 4 Jugendliche, die Weihnachten dort verbringen müssen.

Weihnachten – das Fest der Liebe und die Zeit der Harmonie und Geborgenheit. Weil bei ihnen zu Hause die Familienkonflikte kurz vor Weihnachten eskalieren, verbringen vier sehr unterschiedliche Jugendliche dieses Jahr Heiligabend in der Psychiatrie. Zu ihrem Glück steht ihnen der unkonventionelle Arzt Dr. Wolff zur Seite, der in allen Vier ihre Stärken sieht und ihnen mehr zutraut als sie sich selbst. Gemeinsam erleben sie ein Weihnachten, das sie nie vergessen werden – voller Trotz und Traurigkeit, aber auch voller Ironie und Überraschungen.

4 KÖNIGE lebt vom lebendigen Spiel seiner jungen Hauptdarsteller: Jella Haase (KRIEGERIN, FACK JU GÖTHE 1 & 2), Jannis Niewöhner (RUBINROT, OSTWIND), Paula Beer (POLL, DAS FINSTERE TAL) und Moritz Leu (DER NACHTMAHR). Theresa Von Eltz versammelt hier die besten Schauspieler ihrer Generation und ergänzt sie mit Clemens Schick (JAMES BOND – CASINO ROYALE, DAS FINSTERE TAL) und Anneke Kim Sarnau (HONIG IM KOPF) zu einem erstklassigen Ensemble. Einfühlsam erzählt sie nach einem Drehbuch von Esther Bernstorff die Geschichte von vier Heranwachsenden, die ihren Platz in der Welt erst noch finden müssen. Charmant und ironisch ist 4 KÖNIGE der etwas andere Weihnachtsfilm.

4 KÖNIGE ist eine Produktion von C-Films (Deutschland) in Koproduktion mit Tatami Films, ZDF – Das kleine Fernsehspiel und ARTE. Der Film wurde gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, Nordmedia Film- und Mediengesellschaft, der Filmförderungsanstalt sowie dem Deutschen Filmförderfonds.

Quelle: www.4koenige-derfilm.de

 

Der Film von 2015 stellt vielleicht nicht alles 100 %ig richtig da, aber ironischerweise funtioniert er gerade dadurch so gut.

Erzieher beurteilen den Film aus pädagogischer Sicht: “Der Film zeichnet ein unrealistisches Bild einer Psychiatrie, da grundlegende und verbindliche Regeln missachtet werden. So wird die Aufsichtspflicht stark vernachlässigt, da die Patienten frei entscheiden, wo sie sich aufhalten. Betont wird zudem oft, sie seien in der Psychiatrie freiwillig, obwohl es sich um eine geschlossene Anstalt handelt. Außerdem werden viele offensichtliche Sicherheitsvorkehrungen nicht beachtet. Zum Beispiel gibt es kein Sicherheitsglas und keine Gitter im Fenster, aus dem Fedja sich stützt. Die Jugendlichen haben Zugang zu spitzen Gegenständen wie etwa dem Kleiderständer, mit dem Timo die Pflegerin angreift; auch Alkohol und Zigaretten sind anders als in einer realen Psychiatrie relativ frei zugänglich. Das Verhalten des Personals ist an einigen Stellen unprofessionell, wodurch Patienten mit ihrer sensiblen Problematik sogar noch provoziert werden. Ebenfalls überrascht, dass es mehr Personal als Patienten gibt und trotzdem werden die Jugendlichen paarweise untergebracht, obwohl die Diagnosen der Jugendlichen eine Wohnsituation auf engem Raum ungeeignet erscheinen lassen”. Ganz gleich der Bemühungen der Patienten steht das System trotzdem am längeren Hebel und arbeitet gegen ihre Bedürfnisse. (…)

Quelle: www.wikipedia.org

Der Film holt auch Heranwachsende und Erwachsene ab, die nie in einer Psychiatrie waren! Er schafft es mit Humor, Spannung und Dramatik ein Stück zur Entstigmatisierung beizutragen! Die Darsteller*innen überzeugen mit ihrem schauspielerischen Talent und ihrer Authentizität. Prädikat: Wertvoll!

FACTS:
Was ist Stigmatisierung?

Die Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit seelischen Problemen nennt man auch Stigmatisierung. Sie erfolgt auf unterschiedlichen Ebenen: Im Rahmen zwischenmenschlicher Beziehungen, am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, durch die Politik oder allein durch eine diskriminierende Darstellung in den Medien von Menschen mit seelischen Erkrankungen.

Die Ausgrenzung findet dabei nicht immer in offener Ablehnung und Benachteiligung statt, sondern auch verdeckt und schleichend. Betroffen sind dabei nicht nur die Menschen mit seelischen Problemen selbst, sondern häufig auch ihre Angehörigen. Sie erfahren ebenfalls Ablehnung oder müssen die Ausgrenzung der ihnen nahestehenden Menschen miterleben. Stigmatisierung kommt durch die Angst vor dem, was anders ist. In den Medien wird Stigma häufig, wenn wohl auch teilweise ungewollt noch verstärkt.

Eine sehr verbreitete Erklärung für die Ursache von Stigmatisierung ist fehlendes und falsches Wissen und das Vorherrschen von Vorurteilen.

Häufige Erkrankungen wie etwa Depressionen werden von der Gesellschaft immer besser akzeptiert. Seltene psychische Störungen, wie Angstzustände oder Psychosen, rufen immer noch Vorurteile hervor, die sich in unserer Sprache zeigen. Menschen werden dann als “verrückt” bezeichnet. Es ist wichtig, dass sich jeder seine eigene Meinung bildet, und nicht alles ungefiltert aufsaugt.

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Buch und Talk “Lass dich nicht ver-rückt machen”

Autorin: Puja Angelika Büche

Angelikas Kampf durchs Musikstudium hat sich gelohnt: Sie ist mit Mitte zwanzig bereits als Cellistin mit Leonhard Bernstein um die Welt gereist und hat seit kurzem einen Lehrauftrag für Cello an der Kölner Universität.

Doch dann tauchen die Stimmen auf, die ihr befehlen zu sterben. Nach ihrem Sprung von einer Brücke wird sie zwangseingewiesen und lebt über Monate in einem für ihre Umwelt unverständlichen, bedrohlichen Albtraum.

Was machst du, wenn du als junge, lebensfrohe Frau plötzlich die Diagnose „Schizophrenie“ bekommst und dein Leben, wie du es kanntest, abrupt endet?
Das vorliegende Buch gibt anhand einer exemplarischen Lebensgeschichte Antworten, und macht Mut, trotz chronischer Erkrankung und Stigmatisierung ein erfülltes und glückliches Leben zu leben.

Für viele Menschen wäre der Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt ein Alptraum. Doch Selbst in der Psychiatrie kann man sich Hals über Kopf verlieben. Und Angelika findet durch die Liebe eines Pflegers die Kraft, weiterzuleben. Warum aber fühlt sie sich auch zu einer Frau hingezogen? Angelika erkundet die schwul-lesbische Szene und ihre eigene Identität, findet neue Freunde und studiert Sozialarbeit.

Aber die Stimmen kommen wieder. Eine mutige Therapeutin nimmt mit ihr zusammen den Kampf gegen ihre inneren Dämonen auf und Angelika beginnt, mit neuen Verhaltens- und Sichtweisen zu experimentieren. Auch durch ihre Freundschaft zu einer buddhistischen Lehrerin gelingt es ihr, sich selbst lieben zu lernen. Sie findet in ihrem Inneren statt hasserfüllter Stimmen zunehmend Kraft und Stille.

Zehn Jahre später betritt sie wieder eine Psychiatrie, diesmal als behandelnde Ergotherapeutin. Dann begleitet sie als selbstständige Sozialarbeiterin jugendliche Straftäter. Von einem Notfall ist sie zu einer Spezialistin für Notfälle geworden…

Rezensionen:

Berührende Patientengeschichte

„Lass dich nicht ver-rückt machen“ ist ein Stück unter die Haut gehende Autobiographie, ergänzt um Ratgeber-Kapitel vor allem für Menschen, die kürzlich die Diagnose Schizophrenie bekommen haben. Aber auch beruflich am Thema Interessierten und Angehörigen der PatientInnen hat dieses Buch viel zu geben. Erstens zeigt sich einmal mehr: Schizophrenie hat viele Gesichter. Zweitens: Die meisten, die sie bekommen, müssen noch immer lange auf die Diagnose und wirksame Therapien warten. Drittens: Nur ein Teil durchlebt nur eine einzige Psychose und wird dann wieder ganz gesund. Für viele sind wiederkehrende Krisen oder chronische Beeinträchtigungen die Realität, der sie sich stellen müssen.
Dass und wie dennoch ein erfülltes Leben möglich ist, zeigt das lebendige, berührende Buch von Puja Angelika Büche.

Ein Buch, das Hoffnung macht

“Lass dich nicht ver-rückt machen” ist ein äußerst facettenreiches Buch, dass viele persönliche Einblicke in die krisenhaften Erfahrungen der Autorin bietet. Es zeigt nicht nur Wege, die in die Krise führen, sondern lässt die Leserin und den Leser teilhaben, wie es die Autorin wieder herausgeschafft und ihre krisenhaften Erfahrungen bewältigt hat. Als schwuler Mann, der ebenfalls psychotische Episoden erlebt hat, haben mich auch besonders ihre Eindrücke aus einer lesbischen Subkultur interessiert. Die Verarbeitung der Krisen durch Therapien, spirituelle und vielfältige andere Techniken machen Mut und zeigen klare Möglichkeiten auf, wie man mit solchen Erfahrungen umgehen kann. Puja Angelika Büche hat einen angenehmen Schreibstil, dem man gerne folgt. Es ist ein Buch, das Hoffnung macht und hilfreiche Tipps aufzeigt, wie man trotz Einschränkungen ein gutes Leben führen kann.

 

Hier könnt ihr das Buch bestellen: Amazon – “Lass dich nicht ver-rückt machen”

FACTS:
Was ist Schizophrenie?

Die Wirklichkeit (Licht, Farben, Gesichter, Geräusche, Gerüche, Geschmack) wird von dem betroffenen Menschen völlig verändert wahrgenommen. Er hat ein Erlebnis der Eingebung von Stimmen und Gedanken in seinem Kopf. Zusammenhänge werden von ihm aus diesem Grund verkehrt gedeutet, vor allem im persönlichen Bezug zu sich und seinen Mitmenschen. Aus Sicht dieser ist das Benehmen des Betroffenen wie ein Wahn, eine Störung des Denkens.

Freunde und Bekannte fühlen sich verunsichert, weil sie mit dem Kranken nicht so umgehen können, wie sie es normalerweise mit ihm tun. Er ist nicht einsichtig, reagiert eher zornig. Für ihn ist das, was er wahrnimmt, eine GEWISSHEIT. Er fühlt sich bedroht, wenn man ihm seine Wahrheit ausreden will.
Ein akut Erkrankter zeigt sich für Außenstehende scheinbar verrückt. Seine schwer verstehbaren Handlungen und Äußerungen entspringen jedoch keinem Verlust der Intelligenz, sondern sind das Ergebnis seiner Gedanken im Kopf.

Die Folgen davon sind Panik als wichtigstes Element, Niedergeschlagenheit, Leistungsunfähigkeit und der Rückzug aus der Gesellschaft sowie Depression.

Was ist eine Psychose?

Ein Mensch nimmt die Umwelt völlig anders wahr als alle anderen. Er ist nicht in der Lage, Gefühle so anzunehmen, wie sie von seinem Gegenüber ausgesandt werden. Dieser Zwiespalt führt zu ausgeprägten Ängsten. Die Empfindungen werden teilweise von Wahnvorstellungen begleitet. Das bedeutet, dass diese Menschen Dinge sehen und hören, schmecken oder riechen, die in Wirklichkeit gar nicht da sind. Es wäre falsch, sie von der Unmöglichkeit zu überzeugen und es geht auch gar nicht, weil ihre Vorstellungen für sie einfach GEGENWÄRTIG sind.
Sie erhalten Botschaften, die sie verwirren oder fühlen sich von elektrischen Strömungen beeinflusst, möchten das Umfeld davor warnen.

Durch diese Bedürfnisse verspüren die Betroffenen Unruhe, Nervosität, Überempfindlichkeit, Irritierbarkeit, Schlafstörungen. Häufig tragen sie seltsame Kleidung, werden gleichgültig, fühlen sich ständig bedroht und beobachtet. Plötzlich stellen sich völlig ungewohnte Interessen ein z.B. für Religionen oder übernatürliche Dinge und Magie. Ein Weltveränderungsbedürfnis teilen sie völlig überzeugt ihrem Umfeld mit.

Psychosen können in sehr vielfältigen Formen auftreten, die hier nicht alle genannt werden können.
Depressionen machen die Menschen unendlich traurig. Sie ziehen sich zurück, wenn es zu Auseinandersetzungen im Umkreis kommt.

Wissenswertes zu Erkrankungen nachzulesen im Buch: AUSwege finden: Kinder psychisch kranker Eltern sowie im Fanzine: FACTS & STORIES 5 – Seelen-Chaos

 

Das Glücksprinzip: Tue Gutes und gebe es weiter!

Was ist das Glücksprinzip?

Das Glücksprinzip ist ein Schneeballsystem der positiven Art. Es geht darum Gutes zu tun. Man hilft einem Menschen und tut ihm einen Gefallen Es muss aber etwas schwieriges sein, etwas dass dieser Mensch nicht alleine schafft. Der Mensch, dem man geholfen hat gibt den Gefallen nicht zurück, sondern hilft seinerseits jeweils drei anderen Menschen. So breiten sich die guten Taten aus und die Welt kann ein ganzes Stück besser werden…

Woher kommt das Glücksprinzip?

Die Idee basiert auf einem Roman von Catherine Ryan Hyde aus dem Jahr 2000. Die Autorin gründete eine Stiftung, um die Idee aus ihrer Geschichte in der Realität umzusetzen.

Die mehrfach ausgezeichnete amerikanische Autorin Catherine Ryan Hyde (*1955) hat bislang knapp dreißig Bücher veröffentlicht. Ihr bekanntester Roman “Das Wunder der Unschuld” wurde in mehr als 23 Sprachen übersetzt und unter dem Titel “Das Glücksprinzip” mit Kevin Spacey und Helen Hunt verfilmt. Neben dem Schreiben ist Catherine Ryan Hyde auch als Referentin tätig und stand bereits dreimal zusammen mit Bill Clinton als Rednerin auf dem Podium. Catherine Ryan Hyde unternimmt gerne Wanderungen und Reisen und ist eine große Hobbyfotografin.

Rezension des Buches “Das Wunder der Unschuld”:

EINE BESSERE WELT

In der Schule erhält eine Klasse die Aufgabe von philosophischen Dimensionen, sich zu überlegen, wie man die Welt verbessern kann. Trevor erfüllt diese Aufgabe mit einer simplen und zugleich überzeugenden Vision: er errechnet, dass sich ein Schneeballeffekt erzielen ließe, wenn ein Einzelner jeweils drei anderen Menschen etwas Gutes täte und diese die gute Tat wiederum an drei andere weitergeben usw. Da Trevor ein selbstsicheres, sehr erwachsenes Kind ist, verfolgt er sein Ziel energisch. Seine Idee macht die Runde – mit verblüffenden Ergebnissen.

Fazit: Die Geschichte ist ein absolutes Highlight und christliches Gleichnis, die man zur moralischen Auffrischung immer wieder lesen sollte. Der Weg zu einer besseren Welt ist mit Gefühlen der Angst, Liebe, Wut und seelischer sowie körperlicher Verwundung gepflastert. Die exzellent melodramatische Geschichte verbindet gute, bewegende Unterhaltung mit tiefgründig gezeichneter Sinnsuche.

 

Ebenfalls im Jahr 2000 wurde der Roman verfilmt. Der Film weicht, wie es bei Hollywood-Filmen häufig der Fall ist sehr vom Buch ab, ist aber sehenswert und machte “Das Glücksprinzip” weltbekannt.

Rezension des Films “Das Glücksprinzip”:

Eine schöne Idee, die Welt ein wenig besser zu machen…

Ein Film mit Tiefgang ohne Klischees, der hinter der Glitzerfassade von Las Vegas spielt, auch interessant, mal abseits des Mainstreams.
Die Schauspieler spielen ihre Rollen hervorragend: Haley Joel Osment als Trevor in der Hauptrolle sehr eindrucksvoll und glaubwürdig, ebenso Kevin Spacey als Eugene Simont und Helen Hunt als Arlene McKinney, und alle anderen Schauspieler bis zur kleinsten Nebenrolle spielen ihren Part perfekt.
Auf der DVD gibt es auch einen Audiokommentar zum Film von der Regisseurin Mimi Leder.
Der Soundtrack ist zur Geschichte sehr passend und wunderbar, vor allem die Musik, das Lied zum Schluss.
Ein Film mit einer Geschichte, die anregen kann mehr Gefühle zu zeigen, mutig zu sein, sich auch mal was zu wagen, egal wie es ausgeht, es sonst bereuen nicht getan zu haben… und drüber zu reflektieren, wie das Miteinander in unserer Welt wäre, wenn sich jeder an “das Glücksprinzip” halten würde….
Ich liebe tiefgründige Filme die zum Nachdenken anregen und dieser ist einer davon.

 

Was macht das Glücksprinzip so besonders?

Nüchtern könnte man vielleicht denken, dass das doch nicht funktionieren kann, dass es eine Utopie ist. Aber man kann es auch einfach versuchen, du kannst es versuchen! Selbst wenn es nicht vollkommen funktioniert, es macht die Welt doch ein ganzes Stück besser. Wir alle können die Welt verändern, wir müssen nur damit beginnen!

Jeder kann einem anderen helfen. Doch viele Menschen erwarten eine Gegenleistung. Aber wenn die Gegenleistung darin besteht anderen Menschen zu helfen, dann ist dadurch jedem geholfen, ein tolles Wortspiel. Ich finde in der letzten Zeit, auch durch Corona, hat sich einiges zum Positiven gewandelt. Viele Menschen zeigen Solidarität und helfen einander. Das ist doch die beste Zeit um dieses Prinzip, dass dieses Jahr seinen 20. Geburtstag feiert, zum Leben erwachen zu lassen.

Macht mit, tut etwas Gutes!

Euer Christian Kaiser