Wir Mad Artists gratulieren zur deutschen Einheit!

KOLUMNE von Christian Kaiser: 

Nach 30 Jahren deutscher Einheit wird es Zeit die Vergangenheit wieder auferstehen zu lassen. Oder sollte man lieber sagen, dass wir uns an das Schöne und das weniger Schöne erinnern sollten? Wir müssen wachgerüttelt werden. Doch auch die vielen positiven Momente sollten wir nie vergessen. Denn sonst können wir nicht aus unserer Vergangenheit lernen. Am 3. Oktober 1990 waren wir wieder vereint! Ein toller Tag für fast alle DDR-Bürger, die jetzt Bürger der BRD waren. Deutschland ist seitdem wieder Eins!

Als die Mauer fiel und 1990 die friedliche Revolution gesiegt hatte, war das wie ein Wunder. Nein, es war ein Wunder! Und nicht nur die Demonstranten waren dafür eingetreten, sondern auch viele Politiker. Und ohne die Christen, die damals mit vielen Sozilisten und andren Aktivisten für den Frieden und die Freiheit eintraten, wäre das alles nicht erreicht worden!

Doch die Menschen, die in der DDR lebten, so wie ich, die haben dort ein einfaches, aber in vielen Fällen auch schönes Leben gehabt. Wir waren behütet. Leider gab es auch hier Schattenseiten, die zum Beispiel die Christen betrafen, viele wurden ausspioniert und die Stasi, der Geheimdienst der DDR war überall präsent. Wenn man nicht seinen Mund aufmachte, war alles in Ordnung. Mein Verwandter Walter Bindemann bekam das zu spüren. Er ist Pastor und wurde von der Stasi in den Knast gebracht. Er wurde zum Glück nach mehreren Jahren entlassen, es war für ihn und unsere Familie eine schlimme Zeit! Doch dann kam die Wende. Und das war auch für mich eine aufregende Zeit.

GOOD BYE LENIN

Der Film GOOD BYE LENIN!” bei dem Daniel Brühl die Hauptrolle Alexander spielt ist einer der besten Spielfilme ist, die es gibt zum Thema Wende und DDR gibt. Er zeigt, dass es immer zwei Seiten der Medaille gibt. Für mich als Kind der 80’er war zwar nicht alles schön, aber ich hatte trotz allem ein gute Kindheit, wenn sie auch nicht perfekt war. “GOOD BYE LENIN” erzählt die Geschichte von einer DDR, die Alex für seine schwer kranke Mutter weiterleben lässt:

Alexander ist ein große Fan von Kosmonaut Siegmund Jähn, der erste Deutsche, der im All war. Aber seinen Vater hatte er seit seiner Kindheit nicht mehr gesehen. Sie begegnen sich und alles scheint gut zu werden. Siegmund war für ihn wie ein zweiter Vater im Geiste. In der DDR gab es einen großen Zusammenhalt. Dieser fehlt heute!
Andererseits gab es auch immer dieses Gegeneinander: Kirche gegen Sozialisten. Doch man hätte auch am selben Strang ziehen können. Und man hat es ja zum Schluss.Wenn es den Mut der Demonstranten nicht gegeben hätte, hätten viele Familien nie zusammen gefunden! Denn uns trennte die Mauer! Wie waren wie in einem Zoo eingesperrt! Und deshalb konnte Alex seinen Vater erst nach der Wende treffen:

Also feiert 30 Jahre deutsche Einheit! Mit eueren Kindern, Vatis, Muttis, Onkels, Tanten, und all den anderen Freunden und Verwandten!

Liebe Grüße, Eurer Chr!s!